APOSCOPE

Die Angst steht mit am HV-Tisch Alexander Müller, 06.05.2016 10:11 Uhr

Berlin - Einbrüche, Überfälle, Vandalismus – Apotheken werden immer wieder Opfer von Straftaten. Die Angst der Inhaber und Angestellten vor Raubüberfällen in der Offizin ist gestiegen, wie eine Umfrage von APOSCOPE, dem Apothekenpanel von APOTHEKE ADHOC, ergab. Gleichzeit rüsten die Apotheken technisch hoch, um sich vor Übergriffen zu schützen.

Straftaten in der Apotheke sind keine Ausnahme: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, dass es in ihrer Apotheke in den vergangenen zwei Jahren einen oder mehrere Vorfälle gab. Dabei kommt der verhältnismäßig harmlose Ladendiebstahl am häufigsten vor. Jeder zweite Mitarbeiter (52 Prozent) hat das schon erlebt, meist sind mehrere Fälle bekannt. 18 Prozent davon gaben an, dass dies sogar mehr als zehnmal der Fall war. Da nicht jeder Diebstahl als solcher erkannt wird, dürfte die Dunkelziffer sogar noch höher sein. Hinzu kommt Diebstahl durch Angestellte der Apotheke (6 Prozent).

Sehr regelmäßig liest man in der Lokalpresse aber auch von Einbrüchen in Apotheken. 13 Prozent haben dies in ihrer Apotheke schon erlebt. Neben dem Bargeld haben es die Einbrecher häufig auf Betäubungsmittel (BtM) abgesehen. Deshalb werden regelmäßig ganze Safes aus Apotheken geklaut. Knapp 6 Prozent der Betroffenen erhielten in den vergangenen zwei Jahren sogar mehrfach nächtlichen Besuch. Weil sich die Apotheken mittlerweile besser vor Einbrüchen schützen, bleibt es oft beim Versuch.

Besonders gravierend für die Mitarbeiter ist es aber, wenn sie von den Straftaten unmittelbar und persönlich betroffen sind – etwa bei einem Raubüberfall. Immerhin 4,4 Prozent gaben an, dass in ihrer Offizin schon Mitarbeiter bedroht und zur Herausgabe von Bargeld oder Medikamenten genötigt wurden. Jede zehnte Apotheke wurde Opfer von Vandalismus, zum Teil mehrfach.

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