Kriminalität

Richtig verhalten beim Raubüberfall Julia Pradel, 06.05.2016 10:21 Uhr

Berlin - Ein Raubüberfall ist eine Belastungsprobe für das ganze Apothekenteam. Apotheken sind ein beliebtes Ziel: Es gibt nicht nur Geld, sondern auch Arzneimittel zu holen, die meisten Mitarbeiter sind Frauen und die Teams sind nicht groß. Doch hilflos ausgeliefert ist man Räubern nicht: Es gibt Strategien, mit denen man Tätern die Arbeit zunächst erschweren kann und die Chancen erhöht, einen Überfall glimpflich zu überstehen.

Das Präventionszentrum der Polizei Bremen empfiehlt beispielsweise, für Übersichtlichkeit und ausreichende Beleuchtung im Außenbereich zu sorgen. Außerdem wird dazu geraten, Geld nur hinter verschlossenen Türen zu zählen und für einen Blickschutz von außen zu sorgen. Prinzipiell sollte beim Betreten und Verlassen des Betriebes auf das Umfeld geachtet werden, auf verdächtige Personen und Fahrzeuge.

„Gewaltprävention muss systematisch angegangen werden“, sagt Claudia Vaupel, Psychotraumatologin bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für Einrichtungen im Gesundheitswesen. Das Thema ist aus ihrer Sicht Chefsache: „Der Apothekenleiter ist für den Arbeitsschutz verantwortlich und muss sich darüber Gedanken machen, wie er seine Mitarbeiter schützt – nicht nur vor Chemieunfällen oder ähnlichem, sondern auch bei Raubüberfällen“, so Vaupel.

Am Anfang steht eine Gefährdungsanalyse möglicher Gewaltsituationen. Dabei sollte man sich und die Mitarbeiter fragen, was passieren kann, wie wahrscheinlich solch ein Fall ist und wie schlimm es werden kann. „Die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber ist eine gesetzliche Pflicht“, betont Vaupel. „Alle möglichen Gefährdungen körperlicher wie psychischer Art sind zu berücksichtigen. Und dazu gehört auch die Traumagefährdung, denn einen Überfall kann man nie hundertprozentig ausschließen.“

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