Etikettierung

Fresh-up: Rezepturkennzeichnung APOTHEKE ADHOC, 25.09.2017 14:00 Uhr

Berlin - Dauerhaft, deutlich, deutsch – das sind die Minimalanforderungen an ein Rezepturetikett. An die Kennzeichnung von patientenindividuellen Zubereitungen werden jedoch weitaus mehr Anforderungen gestellt. Reicht die Angabe „ad“ für die Gesamtmenge? Müssen Gefahrensymbole aufgebracht werden? Sind freie Formulierungen erlaubt? Was muss drauf aufs Etikett?

Patient und Apotheke: Die Kennzeichnung von Rezepturarzneimitteln ist in der Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO) festgelegt. §14 gibt die Mindestanforderungen vor, die auf dem Etikett zu finden sein müssen. Im Allgemeinen müssen der Name und die Anschrift der abgebenden Apotheke angegeben werden. Weichen diese Daten von der herstellenden Apotheke ab, müssen entsprechend auch die Angaben des Herstellers auf dem Etikett Platz finden. Wurde aufgrund einer Verschreibung ein Arzneimittel zur Anwendung am Menschen hergestellt worden, muss der Name des Patienten angegeben werden.

Inhaltsstoffe: Die Wirkstoffe der Rezeptur müssen nach Art und Menge – inklusive Maßeinheit – angegeben werden. Dabei ist darauf zu achten, keine Abkürzungen zu verwenden, um Verwechslungen zu vermeiden. Bevorzugt ist die Deklaration der Bestandteile in ihrer deutschen Bezeichnung. Verwendete Grundlagen müssen in ihrer genauen Zusammensetzung angegeben werden. Oft ist das Rezepturetikett jedoch zu klein, um alle Bestandteile aufzubringen. Es empfiehlt sich, kleine Etiketten vorzubereiten, die zusätzlich auf dem Abgabegefäß aufgebracht werden können und die Zusammensetzung der Grundlagen enthalten.

Wurde ein Fertigarzneimittel in einer Rezeptur verarbeitet, muss dieses nicht aufgeschlüsselt werden. Hier reicht die Kennzeichnung nach Art und Menge. Das Fertigarzneimittel wird wie ein Wirkstoff gehandhabt. Anders sieht es bei der Verwendung von zusammengesetzten Rezepturbestandteilen wie Konzentraten aus. Diese müssen in ihrer Zusammensetzung aufgeschlüsselt werden. Sonstige Bestandteile wie Konservierungsmittel müssen ebenfalls einen Platz auf dem Etikett finden.

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