Rezeptur

Fresh-up: Pufferlösungen Eva Bahn, 13.11.2018 13:54 Uhr

Berlin - Bei allen wasserhaltigen Zubereitungen der Rezeptur ist es wichtig, auf den pH-Wert zu achten. Werden Wirkstoffe verarbeitet, die nur bei einem bestimmten sauren oder basischen Milieu ihre Löslichkeit oder Stabilität beibehalten, ist es nötig, eine Pufferlösung einzusetzen. Doch welche Puffer gibt es überhaupt? Darf man sie einsetzen, auch wenn sie nicht auf der ärztlichen Verordnung stehen? Wie wähle ich sie aus?

Wie der Name schon sagt, dient der Puffer in der Rezeptur sozusagen als „Knautschzone“ und fängt sowohl Säuren als auch Basen durch seine spezielle Zusammensetzung ab. Der pH-Wert der Rezeptur ändert sich aufgrund der Pufferzugabe nicht wesentlich, so dass der enthaltene Wirkstoff stabil bleibt und die Laufzeit sich nicht verkürzt. Chemische Puffer finden sich überall in der Natur, auch im menschlichen Organismus – vor allem im Blut – gibt es verschiedene Puffersysteme. In der Rezeptur bestehen sie üblicherweise aus einer schwachen Säure und ihrer korrespondierenden Base im Verhältnis 1:1.

In der Apotheke gibt es vor allem vier wichtige Puffer, die häufig in Rezepturen eingesetzt werden: den Lactat-Puffer, den Citrat-Puffer – beide bei pH 4,2 – und den Phosphat-Citrat-Puffer, der bei pH 5 abpuffert. Diese drei Systeme befinden sich im leicht sauren Bereich. Der Phosphat-Puffer lässt sich dagegen auf verschiedene Werte einstellen. Um einen leicht basischen Bereich von 7,2 zu erreichen, benötigt man für die Herstellung 25 Prozent 0,2 M Kaliumdihydrogenphosphat-Lösung, 17,5 Prozent 0,1 N Natriumhydroxid-Lösung und 57,5 Prozent Wasser. Er wird, außer für harnstoffhaltige Rezepturen, eher selten benötigt.

Welche Puffer sich für welche Rezeptur eignen, kann sehr verschieden sein und von mehreren Faktoren abhängen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich am Neuem Rezeptur-Formularium (NRF) zu orientieren, wenn dort eine standardisierte Rezeptur mit dem gewünschten Wirkstoff und der passenden Grundlage zu finden ist. Häufig werden sie bei selbst zusammengestellten Rezepturen von den Ärzten nicht auf der Verordnung aufgeführt. Dann gilt § 7 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO). Dieser regelt, dass Ausgangsstoffe ergänzt werden dürfen, sofern sie keine eigene arzneiliche Wirkung haben und die arzneiliche Wirkung nicht nachteilig beeinflussen können.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Apothekenkooperationen

Doppelspitze für Farma-Plus»

Apothekenkosmetik

Caudalíe bei Flaconi»

Versandapotheken

So viel erwirtschaften DocMorris & Co.»
Politik

„Der Gesundheitsminister macht, was er will“

Pharmaziestudent schreibt an Kramp-Karrenbauer»

Staatsdienst

Polizei sucht Ärzte»

Kassenchef Christopher Hermann

AOK: Mr. Rabattvertrag hört auf»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

Therapieresistente Depression

FDA: Zulassungsempfehlung für nasales Esketamin»

Parallelimporte

Weitere Arzneimittel auf „Sperrliste“»

Schilddrüsenpräparate

L-Thyrox: Hexal bringt Kalenderpackung»
Panorama

Großhändler

Bombenfund: Alliance Nürnberg kann nicht mehr liefern»

Versandhandel

Homöopathie-Regal bei Ebay»

Urlauber willkommen

Schlafen in der Apothekerwohnung»
Apothekenpraxis

LABOR-Download

Kundenflyer: Angaben zur Blutzuckermessung»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Sicherheits-Merkmal für Apotheken»

Warenwirtschaft

Securpharm in der Lochkarten-Apotheke»
PTA Live

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»

Rezeptur

Isotonisierung von Augentropfen: So wird gerechnet»

Völker-Schule Osnabrück

PTA-Erfolgsquote: 100 Prozent bestanden»
Erkältungs-Tipps

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»

Erkältung

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»