CDU-Veranstaltung

Warken: Fixum in Bearbeitung, Abschlag bleibt

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Berlin -

In der vergangenen Woche hat die CDU zu einem „CDU-Live Spezial“ eingeladen, um über aktuelle gesundheitspolitische Themen zu diskutieren. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellte sich den Fragen der Teilnehmenden – darunter auch Apothekerinnen und Apotheker.

Auch Inhaberin Schamim Eckert nahm an der Online-Veranstaltung am 23. April teil. „Meine Fragen sind leider nicht drangekommen, aber ein Kollege hat gute Fragen gestellt“, so Eckert. Der Kollege habe erklärt, dass die Koalition eigentlich die Stärkung der Apotheke durch ein höheres Fixum versprochen habe. Stattdessen sei man aber nun mit einem höheren Zwangsrabatt konfrontiert, der das Honorar nun weiter senke.

„Die Ministerin hat darauf erklärt, dass man das nicht einzeln sehen dürfe“, berichtet Eckert. Es gebe viele Maßnahmen in der Reform. Zum Beispiel sollten auch das Skonto wieder eingeführt werden, die Nullretax wegfallen und die Apotheken mehr Aufgaben in der Prävention bekommen, die auch angemessen vergütet werden sollten. Man stärke die Apotheken im Gesamtpaket. Außerdem habe Warken wiederholt, dass die Sparmaßnahmen allen Akteuren etwas abverlangten.

Der Kollege habe auch darauf hingewiesen, dass die Apothekerschaft bereits seit 2013 wegen der fehlenden Honoraranpassung einen hohen Sparbeitrag geleistet habe, aber darauf sei Warken nicht eingegangen. Eckert selbst wies wenigstens im Chat darauf hin, dass die Apotheken unter Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereits 2023 bis 2025 zugunsten der Kassen einen höheren Abschlag getragen hatten. Die Ministerin habe ihr Versprechen wiederholt, das Fixum werde kommen und sei bereits in Bearbeitung.

Der Versandhandel mit Arzneimitteln sei nicht thematisiert worden, ebenso wenig die Fristverlängerung durch die EU-Kommission der Verordnung in Brüssel. Rund 1300 Personen hatten laut Eckert an der Online-Veranstaltung teilgenommen, entsprechend viele Fragen seien in den Chat geschossen. Viele der Teilnehmenden hätten zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz gefragt, wieso es so viele Kassen gebe. Auch die Übernahme der versicherungsfremden Leistungen durch den Bund sowie der Wegfall der Mitversicherung von Ehepartnern seien thematisiert worden.

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