Positionspapier

MVDA kontert ABDA: Rx-Versand notwendig Lothar Klein, 21.03.2018 10:12 Uhr

Berlin - Seit dem EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 beharrt die ABDA auf dem Rx-Versandverbot als einziger Antwort auf die Gewährung von Rx-Boni durch ausländische Versandapotheken und mahnt die Apothekerschaft zur Geschlossenheit. Jetzt schert der Marketingverein Deutscher Apotheker (MVDA) aus. Im Gegensatz zur ABDA hält der MVDA den Rx-Versand zur Sicherung der flächendeckenden Versorgung für notwendig. Der MVDA will aber DocMorris und Co. vom Rx-Versand ausschließen und nur für Vor-Ort-Apotheken zulassen. Außerdem sollen Rx-Boni verboten werden.

Kürzlich erst hatte DAV-Chef Fritz Becker betont, dass der Rx-Versandhandel für die flächendeckende Versorgung nicht gebraucht wird. Dem Widerspricht der MVDA. „Der MVDA hält es für realistisch, dass auf mittlere Sicht Szenarien zu erwarten sind, die eine Versorgung von Patienten kombiniert mit einer Zustellung via Versand erforderlich machen können“, heißt es im aktuellen Positionspapier der politischen Vertretung von 3200 Apotheken.

Ausdrücklich könne eine Lösung allerdings nicht in einem unregulierten Rx-Versandhandel oder einem Dispensierrecht für Ärzte liegen. Eine ausschließliche Belieferung ohne weitere Beratungs- und Serviceleistungen ersetze nicht die Versorgung durch eine Apotheke vor Ort. „Der MVDA fordert deshalb, den Versandhandel für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der aktuell unreglementierten Form nicht zuzulassen“, so das Papier.

„Regional tätigen Apotheken, die die ganze Palette an gesetzlich übertragenen Gemeinwohlpflichten rund um die Lieferung des Arzneimittels erfüllen, kann und sollte allerdings der Arzneimittelversand als ergänzender Belieferungsweg innerhalb des Versorgungsumkreises der jeweiligen Apotheke zum Wohl des Patienten erlaubt werden“, so der MVDA. Als zu erfüllende Gemeinwohlpflichten definiert der MVDA: gesetzliche Beratungspflicht, Bereitstellung von Individualrezepturen, BTM-Versorgung, Kühlkettenartikel, Notfalldepotbereithaltung, 10 Tage Arzneimittel-Vor-Ort-Depot zur Versorgung im Krisenfall, Notdienst, Kontrahierungszwang, Erreichbarkeit während allgemeiner Öffnungszeiten und Pflege des Medikationsplans.

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