ARD-Mittagsmagazin: Schmidt beschwert sich

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Berlin - ABDA-Präsident Friedemann Schmidt hat auf einen Bericht im ARD-Mittagsmagazin zum Apothekenmarkt reagiert. Der Beitrag über den Versandhandel mit Arzneimitteln und ein Videobeitrag auf der Facebook-Seite der Sendung haben laut ABDA viele Apotheker verärgert. Friedemann Schmidt hat der Redaktionsleitung daher einen Beschwerdebrief geschickt. Darin heißt es, dass der Bericht in der Apothekerschaft Befremden ausgelöst habe, da im Hinblick auf eine ausgewogene Berichterstattung wichtige Fakten unerwähnt geblieben seien.

Als Beispiel nannte Schmidt den Marktanteil von Versandapotheken: „Es wird auf den kleinen Markanteil der Versandapotheken von circa 1 Prozent bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verwiesen. Unerwähnt dabei bleibt, dass der Marktanteil ausländischer Anbieter rasant wächst, seit die Preisbindung für sie nicht mehr gilt.“ Schmidt fügte hinzu, dass die beiden größten Anbieter nach eigenem Bekunden einen Marktanteil von bis zu 25 Prozent in den nächsten Jahren anvisieren würden.

„Diskutabel ist aus unserer Sicht darüber hinaus, dass in dem Beitrag auf die positive, beinahe werbliche Darstellung eines bestimmten Unternehmens rekurriert wird, anstatt generisch und neutral über die Versandhandelsbranche als Ganzes zu berichten“, so Schmidt. Der ABDA-Präsident wies auch darauf hin, dass in der Slideshow der Eindruck erweckt werde, es gebe in Deutschland besonders viele Apotheken. Dies sei nicht zutreffend, schreibt Schmidt. Die Apothekendichte in Deutschland liege mit 24 Apotheken pro 100.000 Einwohnern deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 31.

Das ARD-Mittagsmagazin hatte letzte Woche seinen Zuschauern den deutschen Apothekenmarkt erklärt. In dem Beitrag ging es um die Apothekenzahl und das Versandgeschäft. Geklärt werden sollte die Frage, ob Versender den Apotheken vor Ort das Geschäft kaputt machen. Stattdessen kam der Bericht zu dem Fazit: Das gesamte Gesundheitssystem profitiere von Rabatten durch Versandapotheken.

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