Spahn: Wir werden sehen, was geht

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Berlin -

Bislang hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn öffentlich nicht zur Zukunft des im Koalitionsvertrag versprochenen Rx-Versandverbots geäußert. Auch beim CDU-internen Live-Talk blieb er eine klare Antwort schuldig. Sein Ressort prüfe die Umsetzung: „Wir werden sehen, was geht.“

Eingeladen hatte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer die rund 430.000 Mitglieder der Partei zu einem Video-Talk mit Spahn am Mittwochabend. „Vor gut einer Woche hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das erste Gesetz in die Ressortabstimmung gegeben“, hieß es in der Einladung. Dieses sei der erste Schritt hin zu einer umfassenden Entlastung von Arbeitnehmern und Beitragszahlern.

Jeden Tag werde von Ärzten, Apothekern, Hebammen, Physiotherapeuten und vielen anderen Großartiges geleistet, damit Erkrankungen geheilt und Leid gemindert würden. Das deutsche Gesundheitssystem sei im weltweiten Vergleich eines der besten, könne und müsse aber besser werden. „Vor allem in den Bereichen Pflege, Vergabe von Arztterminen und bei den Beiträgen will die neue Bundesregierung ansetzen“, so Kramp-Karrenbauer.

Um 19 Uhr startete die Live-Video-Talkrunde mit Spahn. Fragen konnten zuvor auch von Nicht-CDU-Mitgliedern per Mail, SMS oder WhatsApp eingereicht werden. Es ging um Arzttermine, Krankenhäuser, Notfallpraxen und Rettungsdienste. Ein Apotheker wollte etwas über Festpreise und Zuzahlungen wissen. Als letzte wurde die von APOTHEKE ADHOC gestellte Frage zum Rx-Versandverbot aufgerufen. Die Zusage stehe im Koalitionsvertrag, so Spahn. Wenn das Europarecht es zulasse, werde dies umgesetzt. Sein Ressort prüfe dies derzeit. „Wir werden sehen, was geht“, so Spahn.

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