Kommentar

Scherbenhaufen Patrick Hollstein, 27.04.2018 15:15 Uhr

Berlin - Das Rx-Versandverbot kommt nicht – das Thema ist tot und alles ist offen. Damit steht wenige Wochen nach Antritt der neuen Regierung fest: Die Apotheker werden zum Spielball der GroKo. Wer darauf hofft, dass es gerechter wird, liegt falsch. Ein Kommentar von Patrick Hollstein.

Die Kassen sind voll, und auch wenn Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die GKV-Reserven abschmelzen will – ein Geldbeschaffungsgesetz wird von ihm wohl nicht erwartet. Um die Pflege muss er sich kümmern, das hatte die Kanzlerin in der Wahlkampfarena versprochen. Und die Wartezeiten muss er verkürzen, denn das wäre für die Versicherten – neben Beitragssenkungen – wohl die auffälligste Verbesserung, die es im Gesundheitswesen geben kann.

Die Apotheken gehören nicht zu den großen Themen – und dennoch werden Union und SPD sich an ihnen abarbeiten. Kein Berufsstand steht so defensiv da, wird so stark mit Blockade und Reformstau verbunden. Noch eine Legislaturperiode unter dem Radar wird es nicht geben, dazu ist Spahn nicht der Typ. Er will reformieren, gestalten, liberalisieren und streiten. Schließlich will er Kanzler werden. FDP und Grüne werden kräftig Öl ins Feuer gießen.

Wer denkt, dass nur das Honorar umgestellt wird, dass die Holland-Versender sich mit weniger zufrieden geben und einen Solidarbeitrag an die hiesige Konkurrenz überweisen, der dürfte komplett falsch liegen. Denn auch wenn alle Ankündigungen mit verlockenden Versprechungen für die Versorgung vor Ort und auf dem Land garniert werden: Niemand hat vor, die Pharmazeuten aus ihrer Sackgasse heraus zu manövrieren. Die Gelegenheit ist wohl so günstig wie nie, das System komplett auf neue Füße zu stellen.

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