Apothekerlobby

Schmidt unter Druck – Ultimatum für die ABDA

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Berlin -

Die ABDA schweigt zu zentralen politischen Zukunftsfragen, die Kritik in den eigenen Reihen wächst. Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein (AKSH) fordert die eigene Dachorganisation auf, der Basis Auskunft über die politischen Gespräche zum Rx-Versandverbot mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu geben.

„Resolution an die ABDA“, so lautet die Überschrift. „Die aktuelle Verunsicherung über die zukünftige Entwicklung der Präsenzapotheken nimmt deutlich zu. Die fehlende Kommunikation der ABDA nach außen trägt nachhaltig dazu bei.“ Die Kammerversammlung fordert den geschäftsführenden Vorstand in Berlin auf, „der Berufsöffentlichkeit bis zum 1. September 2018 zu erläutern, wie man den negativen Entwicklungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene entgegentreten will“.

Eingebracht wurde die Resolution als Adhoc-Antrag von Ulrich Ströh. Der ehemalige MVDA-Vize führte aus, dass sich das Stillschweigen der ABDA bereits auf die wirtschaftliche Lage der Apotheker negativ auswirke. Wegen der Verunsicherung beim Nachwuchs falle es älteren Kollegen immer schwerer, für ihre Apotheken Nachfolger zu finden.

Daran schloss sich eine ausführliche und kontroverse Diskussion an. Schließlich wurde die Resolution mit 10:6 Stimmen angenommen. Es gab fünf Enthaltungen. Kammerpräsident Dr. Kai Christiansen und Verbandschef Peter Froese lehnten die Resolution ab. Christiansen begründet sein Nein damit, dass ABDA-Präsident Friedemann Schmidt sich des wachsenden Unmuts der Basis über das Stillschweigen ohnehin bewusst sei. „Er weiß, welches Risiko er eingeht“, so Christiansen. Er selbst halte die Resolution daher für „überflüssig“.

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