Westfalen-Lippe

Overwiening zeigt Flagge bei der CDU

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Berlin -

Schon seit Jahren hat sich die ABDA von den Parteitagen auf Bundesebene zurückgezogen. Andere Kammern und Verbände nutzen hingegen jede Gelegenheit, sich der Politik zu präsentieren: Beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU in Bielefeld kam Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening am Stand der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) mit zahlreichen Spitzenpolitikern ins Gespräch und vertrat die Anliegen der Apotheker – unter anderem erneut gegenüber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Mit Spahn sprach sie ebenso über drängende Probleme des Berufsstandes wie mit seinem Vorgänger im Amt, Hermann Gröhe, dem jetzigen stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden. Zu den Inhalten des Gesprächs teilte die AKWL nichts mit. Overwiening hatte Spahn schon im Mai zu einem Gespräch getroffen.

Das Gespräch mit Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann nutzte Overwiening, um die Bedeutung einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung zu thematisieren: „Wo Ärzte fehlen, muss alles dafür getan werden, dass die Apotheke bleibt.“ Weiterführende Gespräche zu einem weiteren Pharmazie-Standort vereinbarte Overwiening mit Bielefelds Bürgermeister Andreas Rüther.

„Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, dass im selben Atemzug mit der Einrichtung einer medizinischen Fakultät in Bielefeld auch ein pharmazeutisches Institut eingerichtet und damit zusätzliche, dringend benötigte Studienplätze für Pharmazie geschaffen werden“, resümierte Overwiening. Bereits vor rund einem Jahr hatte die Kammerversammlung in Westfalen-Lippe per Resolution einen zweiten Pharmaziestandort für den Landesteil gefordert – nämlich in der Region Ostwestfalen.

Auch Bürgermeister und Landräte sowie Delegierte aus diversen Ortsunionen des Landes statteten dem Messestand der Apothekerkammer Westfalen-Lippe einen Besuch ab und ließen sich über die Eckpfeiler der Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort informieren. „Schließlich sind es oftmals die Kommunalpolitiker, die vor Ort den Unmut der Bürger schnell zu spüren bekommen, wenn Apotheken schließen und dadurch weniger Notdienste vor Ort geleistet werden, wenn Gewerbesteuern wegbrechen und die Attraktivität einer Gemeinde leidet“, so die Kammer.

Und auch wer nicht zum Messestand kam, nahm die AKWL beim CDU-Landesparteitag zwangsläufig wahr: Die Tagungsunterlagen aller rund 1200 Delegierten gab es in großen Papiertaschen – natürlich „gebrandet“ mit rotem Apotheken-A auf weißem Grund, dazu die AKWL-Infobroschüre „Die Apotheken in NRW“.

Finden Bundes- oder Landesparteitage im Landesteil Westfalen-Lippe statt, baut die AKWL einen Messestand auf, heißt es in einer Mitteilung der AKWL. „An vorderster Front“ verträten Mitglieder des Ehrenamtes die Interessen des Berufsstandes, unterstützt von Mitarbeitern des Geschäftsbereichs Kommunikation der Apothekerkammer, so ein kleiner Seitenhieb auf die Abwesenheit der ABDA bei Bundesparteitagen. Die Vorbereitungen für den nächsten Parteitag seien schon in vollem Gange: Am 23. Juni zeigt die AKWL Flagge beim Landesparteitag der NRW-SPD in Bochum.

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