Apothekerkammer Westfalen-Lippe

Spahn trifft Overwiening APOTHEKE ADHOC, 16.05.2018 10:31 Uhr

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich mit der Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), Gabriele Overwiening, getroffen. Overwiening nutzte das Gespräch, um den Minister auf das Apothekensterben in seiner Heimatregion hinzuweisen.

Spahn und Overwiening kennen sich seit Jahren: Sie kommen aus dem selben Wahlkreis, Steinfort I - Borken I, und leben nur 25 Kilometer voneinander entfernt. Es war jedoch der erste Termin, zu dem Spahn sie als Gesundheitsminister empfing. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der wohnortnahen Versorgung und der Digitalisierung im Gesundheitswesen, teilte die Kammer mit.

Dabei wies Overwiening den CDU-Politiker auch auf die nach ihrer Aussage kritische Entwicklung der Apothekenzahlen in Westfalen-Lippe hin: Allein von Januar bis April schlossen dort 15 Apotheken – während nur eine einzige neu eröffnet wurde. Es sei das 13. Jahr in Serie, in dem sich die Zahl der Offizinen verringerte. 1959 gibt es noch in Westfalen-Lippe. „Damit haben wir jetzt in 15 Jahren fast 300 Apotheken verloren“, so Overwiening.

Spahn erwiderte, ein flächendeckendes Apothekennetz sei nicht nur an deren Zahl, sondern auch an deren Verteilung zu beurteilen. Die flächendeckende Versorgung sei aber trotz des Apothekensterbens gesichert, waren sich beide einig. So bestärkte Overwiening auch die Auffassung, dass eine Bedarfsplanung für den Apothekenmarkt nicht erforderlich sei.

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