Rheinland-Pfalz

Staatssekretär inspiziert Landapotheke

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Berlin -

Seit Februar arbeitet der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart als parlamentarischer Staatssekretär für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Jetzt besuchte der CDU-Politiker die Beethoven-Apotheke in Landau, um sich vor Ort umfassend über Strukturen und Abläufe im Apothekenbetrieb zu informieren. Im Gespräch mit Inhaber Andreas Hott, neuer Verbandschef in Rheinland-Pfalz, machte sich Gebhart ein Bild von der aktuellen Situation der Apotheken.

Gesprochen wurde auch über das Rx-Versandverbot. Insbesondere mit Blick auf die Konkurrenz durch Versandapotheken hob der Staatssekretär die Qualität der Versorgung durch stationäre Apotheken hervor. Neben eigenem Labor, Rezepturherstellung und einer guten Beratungsqualität sicherten die Apotheken vor allem die Notversorgung, auch am Wochenende und in der Nacht, heißt es in einer Mitteilung seines Büros. Ziel müsse ein europarechtskonformes Verbot des Versandhandels von verschreibungspflichtigen Medikamenten sein, wie es ihn in drei Viertel der Länder gebe, seien sich beide einig gewesen, schreibt die Lokalzeitung Rheinpfalz.

„Mir ist es wichtig, mich nicht nur vom Schreibtisch aus zu informieren, sondern vor Ort direkt ein ungeschminktes Bild von der aktuellen Situation und den Herausforderungen zu erhalten: Wie ist die Situation? Welche Handlungsbedarfe haben wir? Welche Weichen müssen wir stellen, um auch in 10 und 20 Jahren eine flächendeckende gute medizinische und pflegerische Versorgung zu gewährleisten? Daher sehe ich mir in diesen Tagen vieles vor Ort an. Ich gehe in Krankenhäuser, Heime, Apotheken und zu ambulanten Diensten. Ich rede mit Pflegekräften, Therapeuten, Hebammen, Auszubildenden, Patientenfürsprechern und Ärzten“, so Gebhart.

Gebhart machte deutlich, dass die flächendeckende Versorgung durch stationäre Apotheken enorm wichtig sei. Die Anzahl der Apotheken in Deutschland sei zuletzt leicht rückläufig gewesen und liege derzeit bei circa 19.500. Im europäischen Vergleich verfüge Deutschland über eine unterdurchschnittliche Apothekendichte von circa 24 Apotheken pro 100.000 Einwohner (im Durchschnitt 31).

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