Hauer (CDU): Kein Schutz für DocMorris & Co.

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Berlin -

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer (CDU) sieht keinen Grund, ausländische Versandapotheken vor den wirtschaftlichen Folgen eines Rx-Versandverbotes zu schützen. Die umfassenden Leistungen der Vor-Ort-Apotheken seien durch den Versandhandel mit Arzneimitteln nicht zu ersetzen, erklärte der Essener Abgeordnete bei einem Besuch bei Noweda.

Hauer sitzt seit 2013 für die CDU im Bundestag und ist zudem Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Essen. Im Bundestag kümmert sich Hauer um Finanz- und Innenpolitik. Er ist Mitglied in beiden Ausschüssen. Am 10. April besuchte er den Pharmagroßhändler Noweda. Mit Vorstandschef Dr. Michael Kuck und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Matthias Lempka tauschte er sich im Rahmen eines zweistündigen Gesprächs über aktuelle Themen der Gesundheitspolitik und speziell des Apothekenmarktes aus. Dabei betonten Kuck und Lempka, wie wichtig es sei, nun zügig die Koalitionsvereinbarung zum Rx-Versandverbot umzusetzen.

„Sollte es nicht bald zu einem Versandverbot kommen, ist eine deutliche Zunahme von Apothekenschließungen zu erwarten. Das wird insbesondere die Versorgung im ländlichen Raum in Mitleidenschaft ziehen“, so Kuck. „Bereits heute befindet sich die Zahl der Apotheken auf dem tiefsten Stand seit 1988. Noch haben wir keine Versorgungslücken, aber wer die wohnortnahe Arzneimittelversorgung ernst nimmt, muss jetzt handeln“, so Lempka.

Matthias Hauer, der sich schon früh nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Oktober 2016 für ein Rx-Versandverbot ausgesprochen hatte, stellte die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheke für die Versorgung der Bevölkerung heraus: „Die Leistungen der Apotheken wie die Akutversorgung nach dem Arztbesuch, aber auch der Nachtdienst und die Sicherstellung der Versorgung an Sonn- und Feiertagen können durch den Versandhandel aus dem Ausland nicht ersetzt werden. Es gibt daher keinen Grund, das Geschäftsmodell der ausländischen Versender zulasten der Vor-Ort-Apotheken zu schützen.“

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