Shitstorm bei Facebook-Sprechstunde

Spahn ignoriert Apothekerfragen Lothar Klein, 29.03.2018 12:16 Uhr

Berlin - Hartz IV, Abtreibungen oder Pflege – als neuer Bundesgesundheitsminister hat Jens Spahn (CDU) in den zwei Wochen seiner Amtszeit mächtig Staub nach dem PPP-Politikprinzip aufgewirbelt: provozieren, pauschalisieren, profilieren. Zuletzt schickte Krankenschwester Jana Langer per Facebook einen Brandbrief an Spahn, in dem sie Missstände im Gesundheitssystem anprangerte. Jetzt stellte sich Spahn auf Facebook seinen Kritikern in einer virtuellen Bürgersprechstunde und erntete einen massiven Shitstorm. Fragen zum Rx-Versandverbot ignorierte er.

15 Minuten nahm sich Spahn Zeit. Kein Minister der neuen Bundesregierung steht nach seinem Dienstantritt so in der Kritik wie der 37-Jährige. Im weißen Hemd steht der neue Gesundheitsminister lässig in seinem Büro an der Berliner Friedrichstraße. Er wolle eingehen auf die vielen Beiträge, Anmerkungen und auch Kritik, die ihn rund um das Thema Pflege erreicht hätten. Sofort bricht in den Kommentaren auf Facebook ein Shitstorm über Spahn herein: „Oh Gott, schon wieder dieser Typ“, heißt es dort und „Judas“, „Lutscher“, „Widerling“. So ähnlich setzt sich das über die ganze Zeit fort.

Das hält Spahn allerdings nicht von seinen Botschaften ab: Natürlich habe Frau Lange Recht, wenn sie über zu wenig Personal in der Pflege klage. Spahn verweist wie stets bei solchen Gelegenheiten auf das Sofortprogramm der neuen GroKo, die rasch 8000 neue Pflegekräfte einstellen und die Bezahlung verbessern werde – inhaltlich gibt es nichts Neues.

Dies könne nur der Anfang sein. „Wie finden wir die Fachkräfte? Wie schaffen wir mehr Ausbildungsplätze? Und wie können wir möglicherweise Menschen, die aus Pflegeberufen ausgestiegen sind, wieder zurückgewinnen?“, fragt Spahn sich und die Facebook-Gemeinde.

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