Versandapotheken

BVDVA: Spahn muss Honorargutachten ernst nehmen APOTHEKE ADHOC, 20.03.2018 14:55 Uhr

Berlin - Der Bundesverband deutscher Versandapotheken (BVDVA) hat den neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, das vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragte Gutachten zum Apothekenhonorar ernst zu nehmen. Die neue Bundesregierung müsse sich „dieser umfassenden und auch kostspieligen Analyse“ annehmen und die darin enthaltenen Empfehlungen analysieren, so der Verband.

„Wir schlagen vor, das Kernergebnis des Gutachtens, also ein Fixum von 5,84 Euro mit unserem bisherigen Vorschlag, den Nacht- und Notdienstfonds zu einem Strukturfonds auszubauen, zu kombinieren“, fordert Christian Buse, Vorsitzender des BVDVA. Das Gutachten eröffne der Politik einen dritten Weg: Die Spanne zwischen empfohlenem Honorar und aktuellem Fixhonorar könne wettbewerblicher Spielraum werden.

Die vom BVDVA vorgeschlagene Aufstockung des Nacht- und Notdienstfonds um weitere 16 Cent aus der Apotheken-Marge könnte aus dem genannten Delta von 2,51 Euro generiert werden, schlägt der BVDVA vor. Dann blieben insgesamt 2,35 Euro Spielraum für die Gewährung von Nachlässen – für alle Apotheken. „Es ist für den Steuer- und Beitragszahler nur schwer nachvollziehbar, dass man die Erkenntnisse des wissenschaftlich erarbeiteten Gutachtens nicht für die Weiterentwicklung der Apothekenhonorare nutzt und den seit dem EuGH-Urteil aus 2016 schwelenden Konflikt damit löst“, so der BVDVA.

Mit einer Kombination aus dem Vorschlag der Versender kämen laut BVDVA drei Dinge optimal zusammen: Erstens könne die vorhandene Struktur des Fonds genutzt werden. Zweitens wäre die Generierung der zusätzlichen 16 Cent noch einfacher und drittens würde es die Einführung einer Höchstpreisverordnung erlauben - „mit klaren Leitplanken“, gibt sich Buse überzeugt. Wettbewerb werde so oder so kommen: „Besser man gestaltet ihn selbst als dass er gerichtlich und dann ein für alle Mal für alle Marktteilnehmer verordnet wird.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Herstellbetriebe

Wegen Behörde: Medios sagt Neubau ab»

Verwaltungsgericht Karlsruhe

Hüffenhardt: Gericht inspiziert DocMorris-Automat»

Gewinn steigt kräftig

„Medikamente oder ganze Firmen“: Stada will zukaufen»
Politik

Kleine Anfrage

FDP fragt nach Missbrauch von Arzneimitteln»

SPD zur Apothekenreform

Lauterbach: Nicht mit Zitronen handeln»

Neuer Plan B

Spahn: Mehr Botendienst und 150 Millionen Euro»
Internationales

USA

Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid»

Österreich

Keine Zwangsmittagspause mehr für Apotheken»

Galenica

Schweiz: Apotheken verdrängen Drogerien»
Pharmazie

AMK-Meldung

Fenistil: Beipackzettel schlecht lesbar»

Medizinalhanf

Aurora liefert Cannabisblüten-Vollextrakt»

Ezetimib/Simvastatin

Inegy-Generika: Erfolg in zweiter Instanz für Stada»
Panorama

In Münster haben sie eines ergattert

Apothekerin im Ü-Ei»

Schock in Braunschweig

Vermummter Täter überfällt Apotheke mit Pistole»

Tarifeinigung für Helios-Ärzte

Zweimal 2,5 Prozent mehr Geld»
Apothekenpraxis

Ersatzkassen

DAK und KKH: Ausschreibung für 123 Lose»

Digitalisierung

Apotheker zum eRezept: „Kein Sinn und kein Zweck“»

Nachfolgersuche erfolglos

Nach Treppensturz: Apotheker muss schließen»
PTA Live

PTA-Schule München

Premiere: Klassenraum wird Sterillabor»

Ausbildung

„PTA-Schüler bereuen Ausbildung nicht“»

Schweinfurt

PTA-Schule: „Wir haben uns hoffentlich endgültig erholt“»
Erkältungs-Tipps

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»

Hausmittel

Propolis: Heilmittel aus dem Bienenstock»

Die Erkältungsknolle

5 Tipps für den Einsatz von Ingwer»