Arzneimittelversandhandel

BVDVA: Schluss mit Inländerdiskriminierung Lothar Klein, 10.04.2018 11:59 Uhr

Berlin - Die deutschen Versandapotheken fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, die Benachteiligung der inländischen Versender zu beseitigen. Die Inländerdiskriminierung, die durch das Urteil zu Boni auf Arzneimittel durch den Europäischen Gerichtshof vorletztes Jahr entstanden ist, müsse ein Ende haben. „Für uns deutsche Versandapotheken ist das ein unerträglicher Zustand“, so Christian Buse, Apotheker und Vorsitzender des BVDVA.

Statt eines Verbots brauche das deutsche Gesundheitswesen dringend mehr Flexibilität in der Arzneimittelpreisgestaltung, damit durch Unternehmertum die Qualität und Versorgung flächendeckend abgesichert werden kann. „Unsere Vorschläge zum fairen und regulierten Preiswettbewerb im Apothekenmarkt liegen vor“, sagt Buse. Apotheken in ländlichen Regionen könnten bei Bedarf durch einen Strukturfonds gestützt werden, der über den bestehenden Nacht- und Notdienstfonds gesteuert wird.

„Deutsche Apotheken sollten sich dem Wettbewerb stellen dürfen und über eine neu einzuführende Höchstpreisverordnung für Rx-Präparate neben der heilberuflichen Verantwortung auch unternehmerischer handeln können. Ein regulierter Preiswettbewerb schafft Vorteile für Patienten, Versichertengemeinschaft und Krankenkassen“, führte Buse weiter aus. Durch die Höchstpreisverordnung und den Strukturfonds würde auch endlich die Inländerdiskriminierung beseitigt. Dann würde wieder gleiches Recht für alle gelten.

Bereits letzten Herbst hatten die inländischen Versender auf die Auswirkungen des EuGH-Urteils hingewiesen: „Unsere Mitglieder stellen schon fest, dass sie in der Tat weniger verschreibungspflichtige Rezepte zugeschickt bekommen. Das Geschäft hat sich deutlich weg von deutschen Versandapotheken hin in die Niederlande verlagert“, sagte BVDVA-Geschäftsführer Udo Sonnenberg.

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