Maskengeld für Versender

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Berlin - Für die Verteilung der kostenlosen FFP2-Masken an Risikopatienten haben die Apotheken einen Betrag aus Nacht- und Notdienstfonds (NNF) erhalten, in Relation zu den abgegebenen Rx-Packungen im dritten Quartal. NNF-Geschäftsführer Reiner Gurski bestätigte nun gegenüber APOTHEKE ADHOC, dass damit auch deutsche Versandapotheken bedacht wurden, obwohl diese nur über ihre Vor-Ort-Offizin an der Masken-Verteilung teilnehmen.

Dieser Umstand sorgt aktuell für einige Verärgerung unter Apothekern, ist aber dem Prozess der Verteilung geschuldet sowie der Tatsache, dass hinter jeden deutschen Versandapotheke eine Präsenzapotheke steht. Da es sich um ein- und denselben Betrieb handelt, kann der NNF gar nicht unterscheiden, wo eine Packung abgegeben wurde, sofern nicht über verschiedene IK abgerechnet wird. Entsprechend zahlen die Versender normalerweise relativ mehr in den NNF ein, als sie aus dem Fonds für geleistete Notdienste beziehen. Beim Maskengeld ist es diesmal andersherum.

„Der Verordnungsgeber hat diese Unzulänglichkeit in Kauf genommen“, konstatiert Gurski. Er findet den Prozess unter dem Strich trotzdem gut, auch wenn man über den Zeitpunkt streiten könne. Doch in der Pandemie müssten eben schnell Entscheidungen gefällt werden. Gurski sieht das Positive: Die allermeisten Apotheken hätten die Verteilung vorbildlich umgesetzt, die Auszahlung ist reibungslos verlaufen.

Der NNF-Chef weist zudem darauf hin, dass Apotheken die Gelder aus dem Notdienstfonds auch zurückerstatten könnten. Einige hätten das tatsächlich schon getan, darunter sowohl Versender als auch Apotheken, die sich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht an der Verteilaktion beteiligen wollten. Konkrete Zahlen hierzu verrät Gurski nicht.

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