FFP2-Masken: Versender bringen sich in Stellung

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Berlin - Ab Januar erhalten Risikopatienten Coupons für zweimal sechs FFP2-Masken im Wert von 36 Euro. Diese können sie in der Apotheke einlösen – oder im Versandhandel. DocMorris & Co. bringen sich in Stellung.

„DocMorris liefert Bezugsberechtigten Masken versandkostenfrei ins Haus“, heißt es auf der Website des Versenders. „Um Ihre Masken bei DocMorris zu beziehen, senden Sie uns bitte Ihren jeweils zeitlich gültigen Original-Coupon per Post, gerne in einem unserer Freiumschläge. Wir stellen Ihnen den laut Verordnung vorgeschriebenen Eigenanteil in Rechnung und liefern Ihnen die Schutzmasken versandkostenfrei ins Haus.“

Auch wenn sechs Euro pro Maske ein attraktiver Preis sind, so ist das Geschäft für Versender kein Selbstläufer. Denn die Kunden erhalten zwei Coupons von der Kasse, die sie einschicken müssen. „Bitte achten Sie vor Versand unbedingt auf das auf Ihrem Bezugsschein aufgedruckte Gültigkeitsdatum. Die Rücksendung noch nicht gültiger oder abgelaufener Coupons kann leider nicht garantiert werden“, schreibt DocMorris.

Anspruchsberechtigte Personen können vom 1. Januar bis 28. Februar und vom 16. Februar bis 15. April jeweils sechs Schutzmasken beziehen. Pro Person wird ein Coupon für jeden dieser Gültigkeitszeiträume ausgegeben. Für jeden 6er-Pack ist laut Verordnung eine Zuzahlung von insgesamt 2 Euro leisten.

Auch die deutschen Versandapotheken wollen mitmischen. Der Versand werde von vielen Menschen favorisiert, um unnötige Kontaktpunkte zu vermeiden, schreibt der Branchenverband BVDVA. „Wir werden das Bundesgesundheitsministerium auch in der zweiten Abgabephase nach Kräften unterstützen. Unsere Verbandsmitglieder melden schon, dass sie im hohen fünfstelligen Bereich Masken bereitstellen werden und lieferfähig sind. Wir haben die Logistik, das Know-how und vor allem auch entsprechende Qualität auf Lager“, so Verbandschef Christian Buse.

Bereits im Dezember hätten Versandapotheken die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums umgesetzt und FFP2-Masken „gratis, hygienisch verpackt und vor allem kontaktlos“ verschickt. Letzteres sei gerade in der Pandemie wichtig, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Mehrere Hunderttausend Masken hätten die Versandapotheken bisher versendet: „Wir sind froh, dass wir vielen Anspruchsberechtigten rasch und unkompliziert helfen konnten – und weiter können“, so Buse.

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