Noch einmal je drei Gratismasken: Preis fordert Zwischenlösung

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Berlin -

Im Dezember erhielten Risikopatienten in der Apotheke kostenlos drei FFP2-Masken, ab sofort haben sie Anspruch auf weitere sechs Masken, sofern sie einen entsprechenden Berechtigungsnachweis (Voucher) vorlegen. Doch laut Apothekerverband Nordrhein (AVNR) kommen die Krankenkassen mit dem Versand nicht hinterher.

Seit dem 1. Januar haben Menschen über 60 Jahren und Risikogruppen mit bestimmten Vorerkrankungen einen Anspruch auf weitere sechs FFP2-Masken. Dazu benötigen sie aber einen entsprechenden Voucher zur Vorlage in ihrer Apotheke. Diese wurden von der Bundesdruckerei gedruckt und sollten den Versicherten unaufgefordert von der Krankenkasse zugeschickt werden.

„Jetzt stellt sich aber heraus, dass der ambitionierte Zeitplan von Ministerium und Krankenkassen nicht eingehalten werden kann“, so Thomas Preis, Vorsitzender des AVNR. „Die drei Wochen sind nun vorbei und täglich fragen die Kunden in den Apotheken nach den weiteren Masken, denn die Voucher sind von den Krankenkassen noch nicht versandt worden“, sagt Preis.

Der Erklärungsbedarf zu der Verzögerung bei der Verteilung der Voucher durch die Krankenkassen ist laut Preis groß. „Es ist davon auszugehen, dass die berechtigten Anfragen der Bürgerinnen und Bürger weiter zunehmen und in den Apotheken zu einem erheblichen zusätzlichen Beratungsaufwand führen wird“, befürchtet Preis.

Nach Informationen des AVNR erhalten die Krankenkassen erst in diesen Tagen die von der Bundesdruckerei produzierten Gutscheine. Diese müssen dann aber erst noch an die 27 Millionen Anspruchsberechtigten verschickt werden. Einzelne Kassen hätten auf Anfrage ihrer Versicherten bereits mitgeteilt, dass die notwendigen Voucher erst zum Ende des Monats Januar zugesandt würden.

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