Die App-otheken kommen

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Berlin - Immer mehr Kunden sind online, immer mehr Apotheken machen sich Gedanken, wie sie Versendern und Plattformen wie Amazon die Stirn bieten können. Zahlreiche Apps und Bestellportale sind derzeit in der Pipeline. Welchem Anbieter wird es gelingen, die Kundenströme zu lenken, welches System wird sich durchsetzen können? Ein Überblick.

77 Prozent der Apotheker und PTA sind der Meinung, dass Verbraucher sich im Internet künftig nicht mehr nur informieren, sondern auch online einkaufen oder vorbestellen werden. Dies ist eine der zentralen Aussagen der aktuellen APOSCOPE-Studie „Digitalisierung in der Apotheke“. 85 Prozent der mehr als 500 Umfrageteilnehmer fänden dementsprechend elektronische Vorbestellformate für die Apotheke hilfreich. Als sinnvolle digitale Dienstleistungsangebote werden vor allem Apps (72 Prozent) und digitale Medikationsplaner (67 Prozent) gesehen.

Heute nutzt laut Umfrage jede zweite Apotheke elektronische Formate, um Kunden und Patienten zu informieren. Knapp drei Viertel davon haben eine Website, E-Mails sind in der Bedeutung in den vergangenen drei Jahren von 48 auf 33 Prozent gesunken. Deutlich zulegen konnten dagegen Facebook und andere soziale Medien (von 43 auf 61 Prozent) sowie WhatsApp (von 8 auf 42 Prozent). Apps spielen mit 21 Prozent (2016: 3 Prozent) selbst unter den Nutzern elektronischer Kommunikationsmittel nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Während über Facebook & Co. vor allem aktuelle Themen und Serviceangebote kommuniziert werden, dient WhatsApp in neun von zehn Fällen als Vorbestellsystem. Andere Anwendungen sind selten. Doch die Tage für die (semi)kommerzielle Nutzung des Messenger-Dienstes könnten gezählt sein. Denn die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) bringt ab 25. Mai neue Vorgaben, mit denen der unkontrollierte Datentransfer kaum zu vereinbaren ist.

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