100 Millionen Euro: Shop-Apotheke will zukaufen

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Berlin - Die Pläne der Shop-Apotheke, sich einen deutschen OTC-Versender einzuverleiben, werden konkreter. Der börsennotierte Versender aus dem niederländischen Venlo will noch einmal 100 Millionen Euro einsammeln, um einen Zukauf stemmen zu können. Wer der potenzielle Übernahmekandidat ist, ist nicht bekannt.

Noch im April will Shop-Apotheke Wandelanleihen ausgeben, die eine Laufzeit von fünf Jahren haben und mit 3,5 bis 4,5 Prozent pro Jahr verzinst werden sollen. Zunächst sollen so 75 Millionen Euro eingesammelt werden, eine Erweiterungsoption über 25 Millionen Euro ist vorgesehen. Für Kleinanleger ist das Investment nichts, denn die Schuldverschreibungen sind in 100.000 Euro gestückelt.

Nach Ende der Laufzeit können die Inhaber entscheiden, ob sie sich die Einlage in Form von Aktien auszahlen lassen. Dabei ist ein Aufschlag von 25 bis 32,5 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der Aktie zwischen Handelsbeginn und Preisfestsetzung vorgesehen. Das Bezugsrechts ist auf 19,9 Prozent des derzeit ausgegebenen und bestehenden Grundkapitals gedeckelt; auch neue Aktien können ausgegeben werden. Shop-Apotheke kann die Wandelanleihen ab Juni 2021 zum Nominalbetrag zurückkaufen, wenn der Aktienkurs den Wandlungspreis um 30 Prozent überschreitet oder nur noch 15 Prozent im Umlauf sind.

Auf welchen deutschen OTC-Versender man in Venlo ein Auge geworfen hat, ist nicht bekannt. Bei den zuletzt üblichen Kaufpreisen müsste es sich um ein Schwergewicht handeln – je nachdem welcher Anteil für den Zukauf ausgegeben werden soll. Zuletzt hatte Zur Rose für 18 Millionen Euro die ehemalige Schlecker-Tochter Vitalsana übernommen; bei einem Umsatz von 30 Millionen Euro im Jahr 2016 ergibt sich damit ein Multiple von 61 Prozent. Für Eurapon zahlt Zur Rose sogar 47 Millionen Euro, das sind fast 90 Prozent des Umsatzes von 52 Millionen Euro im Jahr 2016.

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