Versandapotheken

Zur Rose: Wachstum ist teuer Patrick Hollstein, 18.10.2018 13:56 Uhr

Berlin - Fressen oder gefressen werden, lautet die Devise im Versandhandel. Seit den Börsengängen von Shop-Apotheke und Zur Rose ist der Apotheken- am Finanzmarkt angekommen. Immer neue Zukäufe täuschen darüber hinweg, dass das Wachstum teuer und im Übrigen auch nicht unendlich ist.

Zur Rose veröffentlichte mit der Übernahme von Medpex auch die Zahlen für die ersten neun Monate. Während der OTC-Bereich kräftig wächst, herrscht im Segment der rezeptpflichtigen Arzneimittel Flaute: Um gerade einmal 6 Prozent auf 64 Millionen Euro legten die Rx-Umsätze auf Rezept im dritten Quartal zu; seit Jahresbeginn waren es mit 198 Millionen Euro auch nur 7 Prozent. Lassen die Boni von bis zu 15 Euro pro Rezept die Verbraucher etwa kalt?

„Wir sehen, dass die Diskussion um das Rx-Versandverbot zu einer Verunsicherung führt“, erklärte Finanzvorstand Marcel Ziwica vor Analysten. Allerdings sei das dritte Quartal branchenübergreifend für den Versandhandel schwierig gewesen, was man auch an den Zahlen von Zalando sehen könne.

Im OTC-Bereich legte DocMorris zwar um 62 Prozent auf 74 Millionen Euro zu; in den ersten neun Monaten lag das Plus sogar bei 73 Prozent, was einem Umsatz von 232 Millionen Euro entspricht. Doch schätzungsweise zwei Drittel des Wachstums dürften auf die beiden Ende 2017 übernommenen Versender Vitalsana und Eurapon zurückgehen. Apo-Rot dürfte seit Juli ebenfalls bei Zur Rose konsolidiert werden.

Das organische Wachstum habe sich abgeschwächt, räumte Ziwicka auf Nachfrage ein. Das liege auch daran, dass man weniger in Werbemaßnahmen investiert habe. „Organisches Wachstum ist ziemlich teuer“, begründete er den Schritt und verwies schnell darauf, dass man mit einem Marktanteil von demnächst 30 Prozent die klare Nummer 1 am Markt sei.

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