Versandapotheken

Wer bleibt, wer verschwindet APOTHEKE ADHOC, 11.07.2018 10:29 Uhr

Berlin - Das große Fressen hat begonnen, der Markt der Versandapotheken konsolidiert sich rasant. Apo-Discounter kauft am laufenden Band, Shop-Apotheke und DocMorris haben einen höheren zwei- beziehungsweise dreistelligen Millionenbetrag in Reserve, um Konkurrenten schlucken zu können. Allzu viele Kandidaten kommen nicht mehr in Frage, das Zeitfenster schließt sich irgendwann. Fabian Kaske von der Marketingagentur Dr. Kaske gibt eine Prognose ab, welche Anbieter als nächstes übernommen werden könnten.

Laut Kaske hat DocMorris im OTC-Bereich den ebenfalls niederländischen und börsennotierten Versender Shop-Apotheke gerade von Platz 1 abgelöst. Dank eines rasanten Wachstums kommt die Tochter von Zur Rose aktuell auf einen Marktanteil von 16 Prozent, das Doppelte des Wertes aus dem Vorjahr. Die Übernahmen von Eurapon, Vitalsana und zuletzt Apo-Rot könnten diese Entwicklung weiter beschleunigen.

Shop-Apotheke konnte den Marktanteil von 10 auf 15 Prozent steigern; die Integration der Europa Apotheek bringt wegen der Fokussierung auf Rx wenig zusätzliche OTC-Umsätze. Medpex als Nummer 3 konnte den Marktanteil laut Kaske stabil halten, Medikamente per Klick, Apotal und Apo-Discounter mussten Einbußen hinnehmen. Besonders große Verluste beim Marktanteil gab es bei Volksversand, Sanicare und Aponeo mit Einbußen zwischen 14 und 22 Prozent.

Laut Kaske entfallen derzeit 98 Prozent des Marktwachstums im OTC-Bereich auf den Versandhandel. Die Marketingagentur geht davon aus, dass der Versandhandelsanteil von 19 auf mehr als 23 Prozent im Jahr 2020 und 30 Prozent im Jahr 2023 steigen wird.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema