Versandapotheken

Apo-Discounter: Zu viele Nebenwirkungen Alexander Müller, 15.01.2019 15:12 Uhr

Berlin - Apo-Discounter möchte die Kunden gewissenhaft darauf hinweisen, zu Risiken und Nebenwirkungen einen Arzt oder Apotheker um Rat zu bitten. Aber die Versandapotheke hat es mit diesem guten Rat etwas zu gut gemeint: Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) hat der Versandapotheke aus Leipzig/Markkleeberg verboten, den Pflichttext bei jedem Produkt anzuzeigen.

Versandapotheken müssen bei jedem Angebot zu einem OTC-Präparat jenen bekannten Spruch einblenden – sonst droht rechtlicher Ärger. Doch bei Apo-Discounter (Apotheke im Paunsdorf Center, Kirsten Fritsch) gab es den Hinweis unter jedem Artikel – auch bei Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetik. Dafür wurde sie von der Wettbewerbszentrale abgemahnt.

Denn in Bad Homburg hält man den pauschalen Hinweis für irreführend. Das Argument: Verbraucher verbänden mit diesem leidlich bekannten Satz hochwirksame Arzneimittel. Andere Produkte wie Lebensmittel oder Kosmetika würden durch den Standardhinweis „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ aufgewertet.

Gerade bei NEM an der Grenze zum Präsentationsarzneimittel könne der Satz Verwirrung stiften, fand die Wettbewerbszentrale und klagte vor dem Landgericht Leipzig. In erster Instanz wurde die Klage abgewiesen. Doch die Wettbewerbszentrale ging in Berufung und bekam heute vor dem OLG Dresden grundsätzlich in der Sache recht. Das Urteil der Vorinstanz wurde teilweise abgeändert, offenbar war ein Antrag der Wettbewerbszentrale jedoch zu weit gefasst. Die Urteilsbegründung liegt noch nicht vor.

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