Apo-Discounter-Deal

Insolvenz: Juvalis-Chef musste verkaufen APOTHEKE ADHOC, 11.07.2018 10:22 Uhr

Berlin - Mit Juvalis hat sich die Versandapotheke Apo-Discounter den nächsten Konkurrenten einverleibt. Bislang gehörte Juvalis zur Blauen Apotheke in Bernburg. Doch Inhaber Stefan Hülsmann hatte Antrag auf Insolvenz gestellt. Die Gläubiger haben dem Verkauf zugestimmt, mit dem sich Hülsmann saniert.

Der Versandmarkt konsolidiert sich weiter – vor allem auf der mittleren Ebene. Hülsmann war 2007 ins Versandgeschäft eingestiegen, nach eigenen Angaben hatte er zuletzt rund 1,5 Millionen Kunden, darunter viele Chroniker. Juvalis war mit 26 bis 30 Millionen Euro Umsatz kein ganz kleiner Player – aber allein nicht mehr überlebensfähig. Vor allem die Logistik war nicht mehr zeitgemäß, zu viele Arbeitsschritte im Lager waren noch manuell getätigt.

Am Ende waren die Schwierigkeiten zu groß: Hülsmann hatte Anfang Mai 2018 beim Amtsgericht Magdeburg einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Verfahren wurde am 28. Juni 2018 eröffnet. Anders als bei einem Regelinsolvenzverfahren droht Apothekeninhabern in der Eigenverwaltung nicht der Entzug der Betriebserlaubnis.

Mit dem Verkauf des Juvalis-Webshops sowie der Marke dürfte sich Hülsmanns wirtschaftlich gerettet haben. Über den Kaufpreis wurde zwar Stillschweigen vereinbart, aber es wurde seitens der Sanierer bereits mitgeteilt, dass die Vor-Ort-Apotheke in Bernburg weitergeführt werden soll. Für die Mitarbeiter in der Logistik dürfte es allerdings nicht weiter gehen. Der Standort in Sachsen-Anhalt wird geschlossen, der Versand seit dem 3. Juli von Apo-Discounter von Leipzig aus vorgenommen.

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