Dr. Kaske Studie

Die Top 20 Versandapotheken APOTHEKE ADHOC, 14.06.2018 11:50 Uhr

Berlin - Spannende Zeiten für Versandapotheken: Noch ist das Rx-Versandverbot nicht vom Tisch und die großen niederländischen Anbieter kaufen mit Boni und Übernahmen gierig Marktanteile. Doch wer ist im Tagesgeschäft erfolgreich? Nach einer detaillierten Bewertung der Marketingagentur Dr. Kaske gibt es eine klare Spitzengruppe von Versendern mit der Shop-Apotheke als Branchenprimus.

Dr. Kaske hat sechs Kriterien untersucht: Traffic, Preis, Service, Usability, SEO und WKZ. Mit 25 Gewichtung ist der Traffic das wichtigste Kriterium, da hier die größte Korrelation zum Umsatz besteht. „DocMorris, Shop-Apotheke und Medpex sind hervorragende Beispiele dafür, wie TV-Werbung Aufmerksamkeit erzeugen und den Online-Traffic stimulieren kann“, so die Analyse. Gemessen wurden absolute Besucherzahlen aus den Datenbanken SimilarWeb und Web Monitor sowie den Panel-Daten der GfK.

Nach wie vor ein zentrales Kriterium im Wettbewerb ist der Preis (20 Prozent Gewichtung). Hier wurden klassische Warenkörbe mit einer großen Zahl häufig nachgefragter Produkte ausgewertet. Doch der Preis hat insgesamt an Bedeutung verloren, weshalb das Kriterium Service ebenfalls mit 20 Prozent ins Gesamtergebnis einfloss. Bewertungskriterien waren unter anderem Kundenservice (Qualität, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit), Versand (Mindestbestellgrenzen, Dauer, Zuverlässigkeit), Bezahlmöglichkeiten, Bestellvorgang, Kaufprozess sowie eine Auswertung der Nutzerbewertungen auf relevanten Bewertungsportalen.

Als vierte Kategorie wurde die Usability (20 Prozent) überprüft – also die Benutzerfreundlichkeit. Hierzu wurden fragebogengestützte Nutzererfahrungen auf den Shop-Seiten sowie harten Kennzahlen gemessen. Design, Suche und Bestellprozess standen im Fokus, außerdem die Mobil-Optimierung, die App sowie Bestell- und Anmeldeprozesse.

Für die SEO-Auswertungen (10 Prozent Gewichtung) wurden die Sichtbarkeit bei Suchanfragen zu Arzneimitteln, Medikamenten und Versandapotheken analysiert. Als Datenbasis für den Teilbereich WKZ (5 Prozent) dienten Brutto-Werbedaten gemäß GfK sowie eine qualitative Einschätzung der Maßnahmen. Gemessen wurden etwa Brutto-Werbeeinnahmen, Anzahl aktiver Hersteller und Anzahl beworbener Marken.

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