Sepa-Lastschriftmandat

DocMorris mag nur deutsche Konten Alexander Müller, 17.05.2018 16:35 Uhr

Berlin - Die niederländische Versandapotheke DocMorris macht ihr Geschäft zum Großteil in Deutschland. Das schlägt sich auch in den Zahlungsbedingungen wieder. Vermutlich muss sich die Zur Rose-Tochter deshalb bald erneut vor Gericht verantworten.

Bei der Durchsetzung des eigenen Geschäftsmodells spielt DocMorris gern die Europa-Karte – vor allem im Fall des EuGH-Urteils zu Rx-Boni zuletzt im Oktober 2016 mit Erfolg. Demnach werden Versender hinter der Grenze durch das deutsche Preisrecht übermäßig benachteiligt, weshalb sie laut EuGH-Urteil Rx-Boni gewähren dürfen.

Bei den Zahlungsmodalitäten gibt sich DocMorris plötzlich recht national. Die Wettbewerbszentrale hat gegen den Versender Klage eingereicht, weil dieser bei SEPA-Lastschriftverfahren nur deutsche Konten zulässt, wie Rechtsanwältin Christiane Köber von der Wettbewerbszentrale berichtet.

Kunden, die über ein ausländisches Konto bei DocMorris bestellen wollen, werden vom Kundendienst vertröstet. „Leider ist es nicht möglich, die angegebene Bankverbindung in Ihren Daten abzuspeichern. Bei DocMorris können Sie nur eine deutsche Bankverbindung angeben“, heißt es in einem Schreiben der Versandapotheke, das Köber bei der Tagung des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) präsentierte.

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