DocMorris-Automat

Hüffenhardt: Nichts geht mehr APOTHEKE ADHOC, 15.02.2018 11:37 Uhr

Berlin - Am Arzneimittelautomaten von DocMorris in der baden-württembergischen Gemeinde Hüffenhardt werden auf absehbare Zeit keine Medikamente mehr abgegeben werden können. Das Landgericht (LG) Mosbach verbot das Modell der niederländischen Versandapotheke auch im Verfahren mehrerer Apotheker.

Bereits vor Weihnachten hatte das Gericht einer Klage des Landesapothekerverbands (LAV) stattgegeben. Nun musste noch über die Klage von drei Apothekern aus der Region sowie des Kölner Versandapothekers Erik Tenberken entschieden werden. Außerdem war eine weitere Klage des LAV gegen die DocMorris-Tochter Tanimis anhängig, die die Räume angemietet hatte.

Wie schon zuvor entschied das Gericht, dass der Arzneimittelautomat gleich gegen mehrere Gesetze verstößt. So wurde DocMorris und Tanimis verboten, apotheken- und verschreibungspflichtige Medikamente an Patienten abzugeben, wenn sich diese „bei Initiierung des Abgabevorgangs nicht in Räumen befinden, die von der Apothekenbetriebserlaubnis der Beklagten in den Niederlanden umfasst sind“. Außerdem wurde DocMorris verboten, „apothekenpflichtige Arzneimittel in Deutschland zu lagern, um diese über die Arzneimittelabgabestelle an Kunden in Hüffenhardt abzugeben“.

Laut Gericht verstößt die von DocMorris und Tanimis „im bewussten und gewollten Zusammenwirken praktizierte Abgabe von Arzneimitteln sowie deren Lagerung“ gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) und ist damit auch wettbewerbswidrig. Zulässig sei nur die Arzneimittelabgabe in einer Apotheke oder mittels Versandhandels durch eine Apotheke. Beides liege bei der Arzneimittelabgabestelle in Hüffenhardt nicht vor. Alleine der Umstand, dass die Arzneimittel über das Internet angefordert würden, mache deren Abgabe nicht zum Versandhandel.

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