Zyto-Skandal: Der erste Beutel

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Berlin - Im Pfusch-Prozess von Bottrop hat heute Kriminalkommissarin Kathrin Gesing als Zeugin ausgesagt. Wie Correctiv berichtet, erzählte sie unter anderem von jenem 25. Oktober 2016, an dem PTA Maria Klein den ersten Beweis lieferte.

Klein war von Martin Porwoll eingeweiht worden. Der kaufmännische Leiter hatte für fünf Wirkstoffe die Abrechnungs- und Einkaufslisten abgeglichen und war auf gravierende Unterschiede gestoßen. Doch die Ermittler drängten auf weitere Beweise. Immerhin hatte eine erste Anzeige aus dem Jahr 2013 aufgrund fehlender konkreter Verdachtsmomente nicht weiterverfolgt werden können.

Als Klein an jenem Oktobertag zur Polizei kam, hatte sei einen Infusionsbeutel dabei, der angeblich Cyramza enthielt und den sie zuvor aus einer Praxis abgeholt hatte. Die Patientin, der er eigentlich hätte verabreicht werden sollen, war nicht in der Lage gewesen, die Therapie anzutreten. Eine Sprechstundenhilfe hatte sie gebeten, den Rückläufer mitzunehmen.

Gesing war dabei, als die PTA den Beweis lieferte. „Frau Klein schüttelte den Beutel vor meinen Augen. Ich konnte keinen Schaum sehen“, sagte sie laut Correctiv vor Gericht. Auch ein Einstichloch habe sie nicht erkennen können. Normalerweise ist an der Stelle, wo der Wirkstoff eingespritzt wird, eine Verletzung im Stopfen zu erkennen.

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