Zyto-Skandal: Wer schrieb die Herstellungsprotokolle?

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Berlin -

Im Pfusch-Prozess von Bottrop sagte heute vor dem Landgericht Essen noch einmal Marie Klein aus. Die PTA hatte in der Herstellung gearbeitet und Beweismittel für das Verfahren gesammelt. Ihrer Aussage zufolge wurde es im Sterillabor mit der Dokumentation nicht so genau genommen.

Wie das Recherchenetzwerk Correctiv schreibt, fragte der Vorsitzende Richter die Zeugin nach den Herstellungsprotokollen. „Im alten Labor gab es einen Laptop. Im neuen Labor wurde die Dokumentation im Nachhinein im Büro eingetragen“, wird Klein zitiert. Der Richter fragte nach, ob die Dokumentation durch Personen erstellt worden sei, die die Herstellung nicht vorgenommen hätten. Die PTA bestätigte dies. „Das war blindes Vertrauen.“

Herstellungsprotokolle, die der Richter ihr dann zeigte, will Klein nie gesehen und sie auch nicht unterschrieben haben. Vor der Inbetriebnahme des neuen Labors der Alten Apotheke hätten Mitarbeiter fehlende Herstellungsprotokolle nachproduziert, wird Klein zitiert. Diese seien in Wannen gestapelt worden.

Die Verteidigung erkundigte sich bei der Zeugin, ob sie Geld bekommen habe. Klein dementierte: Sie habe ein Preisgeld als Whistleblowerin erhalten, aber kein Geld von Medien. Auch von dem von Correctiv initiierten Crowdfunding im Zusammenhang mit Abmahnkosten gegen den ehemaligen Kaufmännischen Leiter Martin Porwoll hat Klein nach eigenem Bekunden nicht profitiert.

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