Pfusch-Apotheke: Was sagt das Sörgel-Gutachten?

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Berlin - Professor Dr. Fritz Sörgel ist einer der anerkanntesten Pharmakologen in Deutschland. Er leitet das Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Nürnberg und gilt international als Koryphäe im Nachweis von Doping. Ausgerechnet auf ihn bezieht sich die Verteidigung im Prozess gegen den mutmaßlichen Pfusch-Apotheker aus Bottrop. Was steht drin im Gutachten?

Sörgel war von einem Juristen gefragt worden, ob er ein Gutachten zur Nachweisbarkeit von Wirkstoffen in den beschlagnahmten Infusionsbeuteln erstellen könne. Er sagte zu, seine Stellungnahme machte sich die Verteidigung zu eigen. Sie will erreichen, dass die Auswertungen des Landeszentrums für Gesundheit NRW (LZG) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vor Gericht nicht anerkannt werden. Ohne nachgewiesene Unterdosierungen hätte die Anklage ein Problem.

Auf Nachfrage wollte Sörgel das Kurzgutachten nicht zur Verfügung stellen: Er verstehe einen Strafprozess so, dass dem Gericht vorliegende Schriftstücke ausschließlich für dieses und die betroffenen Parteien bestimmt seien. Auch für ein Interview könne er in dieser Phase des Verfahrens nicht zur Verfügung stehen.

Wieder einmal ist daher es das Recherchenetzwerk Correctiv, das Licht ins Dunkel bringt. Demnach überziehen die Verteidiger auch hier maßlos: Sörgel stelle die Untersuchungen nicht generell in Frage, sondern kritisiere lediglich, dass in dem Bericht des LZG Dokumente fehlen, die genau nachzeichnen, wie die Analyse der Krebszubereitungen abliefen.

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