Unsicherheit bei FFP2-Masken

ZDF-Wiso: „Schlechte Masken aus Apotheken“ Cynthia Möthrath, 29.10.2020 14:23 Uhr

Berlin - Aufgrund der steigenden Infektionszahlen spielt auch das Thema Masken wieder eine zunehmende Rolle. Bei den Verbrauchern herrscht oft viel Unsicherheit, Apotheken bekommen diese ebenfalls zu spüren. Derzeit sorgt ein Beitrag der ZDF-Sendung „Wiso“ für Zündstoff: Auch in Apotheken würden schlechte Masken an Kunden abgegeben. Apotheken sind empört über die Darstellung – sie versuchen Aufklärungsarbeit zu leisten.

Der Maskenmarkt ist groß, das Angebot umfangreich. Viele Verbraucher haben daher schon lange den Überblick verloren. Immer wieder werden verschiedene Modelle getestet. Die Ergebnisse sorgen für Verunsicherung. Dies zeigt auch ein Beitrag der ZDF- Sendung „Wiso“ vom 26. Oktober. Im Beitrag wurde die Qualität von FFP2-Masken untersucht – auch Apothekenware war dabei. „Nach dem Bericht sind die Leute doch recht unsicher geworden“, erklärt Apothekerin Laura Abels aus Erftstadt. „Wir sind von der Qualität unserer Masken überzeugt.“ Die Masken seien von verlässlichen Händlern abgenommen worden, nach eingehender Prüfung – „soweit dies im März und April möglich war“, erklärt sie.

Maske aufschneiden und testen

Im ZDF-Beitrag werden zu Beginn zwei verschiedene FFP2-Masken gezeigt – eine aus China, eine aus Europa. „Zum Verwechseln ähnlich“, heißt es. Ob die jeweilige Maske ausreichend Schutz biete, lasse sich manchmal „ganz einfach feststellen“. Dazu soll die Maske aufgeschnitten und die mittlere Lage genauer unter die Lupe genommen werden. Beim Halten gegen das Licht wird die Durchlässigkeit deutlich: „Wenn kein Licht durchscheint, kann man relativ sicher sein, dass man gute Qualität hat“, erklärt Christian Vorbau von der Firma Sentias, welche Masken in Wuppertal produziert. Wenn hingegen Lichtpunkte durchscheinen, sei die Maske minderwertig. Denn durch die zahlreichen kleinen Löcher könnten ausreichend Viren hindurchkommen.

Genau diese im Beitrag vorgestellte Maßnahme setzt Abels nun in ihren drei Apotheken im Raum Erftstadt um: Um den Kunden die Unsicherheit ein wenig zu nehmen, wird jeweils eine der FFP2-Masken aufgeschnitten als Muster zur Schau gestellt. Von dem Vlies der mittleren Lage wurde ein Stück herausgeschnitten und in einen durchsichtigen Plastikbeutel gegeben, um den Kunden das Material besser zeigen zu können. „Jeder Kunde, der unsicher ist, kann sich das anschauen und selbst entscheiden – das ist das Einzige, was wir im Moment tun können“, erklärt die Apothekerin. „Wir haben vorgesorgt, als nichts zu bekommen war, und jetzt wird alles schlecht gemacht, nur wegen einiger schwarzer Schafe.“

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