Praxen dürfen auf AstraZeneca verzichten

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Berlin - Die Bestellung der Impfstoffe geht in die vierte Runde. Und auch dieses Mal gibt es Neuerungen: Nachdem die Ärzte bei der letzten Bestellung angehalten waren, von beiden Impfstoffen gleiche Mengen zu bestellen, wurde diese Vorgabe nun gekippt. Die Praxen können innerhalb der Höchstbestellmengen wählen, welchen Impfstoff sie benötigen – die reine Comirnaty-Bestellung ist also möglich.

Zunächst gab es nur die Möglichkeit, den Impfstoff von Biontech zu bestellen. Nachdem die ersten beiden Durchgänge der dezentralen Impfung relativ reibungslos über die Bühne gingen, zumindest was die Bestellmenge anging, kam es diese Woche zu starken Kontingentierungen. Erstmals konnte auch der Vektorimpfstoff von AstraZeneca bestellt werden. Die Vorgabe dabei lautete, dass die Ärzte beide Impfstoffe in gleichen Mengen bestellen sollten. Diese Regelung traf bei vielen Ärzten auf Unverständnis.

In der kommenden Woche soll die Bestellung anders laufen. Die mengenmäßig gleich verteilte Bestellung beider Impfstoffe wurde abgeschafft, die Arztpraxen dürfen den Corona-Impfstoff künftig doch impfstoffspezifisch bestellen. Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) spricht den Vertragsärzten lediglich Empfehlungen zu den Mengen aus: Demnach sollen die Mediziner für die Kalenderwoche 17 zwischen drei und fünf Vials Comirnaty und zwischen einem und fünf Vials Vaxzevria bestellen. Somit könnte eine maximale Menge von 80 Impfdosen bestellt werden. Möglich wird dies durch die höhere Gesamtmenge an verfügbaren Dosen. Für die Kalenderwoche 17 sind für die Lieferung an die Arztpraxen 1,16 Millionen Impfdosen Comirnaty und 343.200 Dosen Vaxzevria vorgesehen.

Verzicht auf AstraZeneca möglich

Zwar werden die Ärzte seitens der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) angehalten, beide Impfstoffe zu bestellen, jedoch erfolgt auch eine Belieferung „sortenreiner“ Bestellungen. In der vergangenen Woche sah das noch anders aus: Apotheken sollten Ärzt:innen, die keine Vials von Vaxzevria bestellen wollten, über die zwingend gleichmäßige Lieferung der Covid-19-Impfstoffe informieren. Wer dann immer noch auf Comirnaty beharrt, sollte gar nicht beliefert werden. Nun kann jede Praxis wählen, was sie bestellt.

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