Spahn: Immer mehr Ärzte wollen impfen

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Professor Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), äußern sich zur aktuellen Corona-Lage.

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zufrieden mit den Impfungen in den Praxen: Immer mehr Ärzt:innen seien dabei, außerdem sehe er keine größeren Vorbehalte gegen den Impfstoff von AstraZeneca. Allerdings räumte er ein, dass die Hersteller noch an ihrer Zuverlässigkeit arbeiten müssen.

Laut Spahn haben in der vergangenen Woche 35.000 Ärzt:innen Impfstoffe bestellt, in dieser Woche seien es schon 45.000, für die kommende Woche hätten bereits 50.000 ihr Interesse erklärt. „Die Zahl der Ärzte, die gegen Corona impfen, steigt“, so Spahn. Dabei werde der Impfstoff „relativ ausgewogen“ bestellt – allerdings räumte Spahn ein, dass die Praxen derzeit auch die Impfstoffe beider Hersteller nehmen müssten.

Das sei auch richtig so: Noch gebe es in den Praxen genügend Menschen über 60 Jahren, die „ohne Zweifel und gut wirksam nach Empfehlung geimpft“ werden könnten. In Berlin und NRW, wo alle Menschen über 60 zur Impfung kommen könnten, seien die Hotlines überlastet, so Spahn. „Die Bereitschaft ist da, das ist richtig und wichtig.“

Außerdem könnten Menschen unter 60 nach individueller Risikoaufklärung mit AstraZeneca geimpft werden. Mit Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Ständiger Impfkommission (Stiko) werde man auch noch einmal ein Informationsschreiben zu AstraZeneca an die Praxen senden.

Laut Spahn ist Biontech derzeit der „Volumenlieferant“ – sehr verlässlich werde hier jeweils Anfang der Woche geliefert. Andere Hersteller lieferten erst Mitte oder Ende der Woche und mit kürzerer Ankündigungsfrist. Deshalb könne es passieren, dass Impfstoff, der erst samstags geliefert werden, erst in der Woche danach eingesetzt werden könne, so Spahn mit Blick auf verzögerte Lieferungen bei AstraZeneca.

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