Wer AstraZeneca nicht verimpft, bekommt weniger Biontech

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Berlin - Noch immer liegen rund 33.000 Impfdosen von AstraZeneca in Kühlschränken in Mecklenburg-Vorpommern und warten darauf, endlich gespritzt zu werden. Auch Hausärzte melden Schwierigkeiten. Sie sollen nun Impfdosen zurückgeben können.

Zur Erhöhung des Impftempos in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Regierung den Druck auf die Landkreise und kreisfreien Städte. Wer bis Ende dieser Woche seinen Überhang an AstraZeneca-Impfstoff nicht gespritzt habe, bekomme danach entsprechend weniger Biontech geliefert, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung an.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) liegen in den kommunalen Impfzentren noch rund 3000 AstraZeneca-Impfdosen aus bisherigen Lieferungen. Vor zwei Wochen waren es noch rund 53.000 gewesen. Unterdessen melden auch die Arztpraxen Schwierigkeiten mit der schnellen Gabe des AstraZeneca-Impfstoffs an ihre Patienten. Dort liegen laut Landesregierung aktuell rund 30.000 Impfdosen. Einerseits erschwere das sinkende Vertrauen in das Präparat bei vielen Patienten ein schnelles Impfen in den Praxen, erklärte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Dienstag. Andererseits habe das Gesundheitsministerium auf einer Mindestbestellmenge von 100 Dosen je Arzt bestanden.

Man habe empfohlen, möglichst kleine Mengen je Arzt abzugeben, zum Beispiel 10 bis 20 Dosen, um einerseits vielen Ärzten kurzfristig den Zugang zu diesem Impfstoff zu ermöglichen und anderseits eine schnelle Verimpfung zu fördern, so die KV. Dieser Vorschlag sei jedoch aufgrund arzneimittelrechtlicher Bedenken durch das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt worden. „Wir können diese Bedenken nicht verstehen, da zum gleichen Zeitpunkt der Impfstoff von Biontech bereits in einzelnen Fläschchen mit jeweils sechs Dosen an Ärzte durch Apotheken ausgeliefert wurde.“

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