Taschenrechner für die Impfstoffbestellung

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Berlin - Drei Vials von dem, ein Vial von dem anderen, Impfzubehör für alle und für die Marianne noch ein Schokoeis mit Sahne. Corona-Impfstoffe bestellen will gelernt sein. Um den Vorgang zu vereinfachen, bringen die Großhändler gemeinsam ein technisches Hilfsmittel auf den Markt: den Vaccilator.

Die Berechnung der Bestellung von Corona-Impfstoffen gerät zur neuen Lieblingsbeschäftigung in Apotheken. Zum Glück sitzt ein verlässlicher Partner mit im oft beschworenen Boot: die Großhändler. Deren Teams in den Niederlassungen machen sich um etwaige Ausgangssperren sowieso keine Gedanken – die Nächte an den Wochenenden verbringen sie neuerdings damit, die wertvollen Vakzine im Kühlhaus zu kommissionieren, damit in der folgenden Woche in den Praxen weiter geimpft werden kann.

Und mehr noch: Um die Apotheken bei den wöchentlich wechselnden Vorgaben der Verteilarithmetik zu unterstützen, kommt jetzt ein eigener Taschenrechner. Der Vaccilator hat eine eigene Taste für den „Zuteilungsschlüssel“. Übersichtlich lassen sich zudem mit den Tasten 6 und 10 impfstoffspezifisch Vials in Dosen umrechnen und umgekehrt. Die Taste 42 liefert die Antwort auf die große Frage „nach dem Leben, dem Universum und allem“ – und bestellt Comirnaty und Vaxzevria im richtigen Mengenverhältnis.

Sehr Praktisch ist außerdem die Funktion „Impfzubehör“ – schließlich müssen die Apotheken auch das für den Großhandel mit abrechnen, das heißt vorstrecken. Weil aufgrund der nach wie vor herrschenden Impfstoffknappheit auch bei exaktem Bestellverhalten praktisch nie geliefert wird wie geordert, hat der Vaccilator noch die Taste „Unbekannt“. Damit lässt sich berechnen, was die Apotheke möglicherweise an Impfstoff erhält. Achtung, die Angabe erfolgt in Vials. Über die Taste „Bestellen“ wird der Auftrag abgeschickt. Dann heißt es nur noch hoffen, dass sich zwischen Order und Anlieferung der Verteilschlüssel oder die Impfempfehlungen für bestimmte Altersgruppen nicht geändert haben.

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