„Impfbrücke“ für AstraZeneca-Vakzine | APOTHEKE ADHOC
Termin in Impfzentren platzen

„Impfbrücke“ für AstraZeneca-Vakzine

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Berlin -

Wer mit der Impfung dran ist, kann wählen: Ein Termin für Biontech Ende Juni oder ein Termin für AstraZeneca schon Ende kommender Woche. Offenbar ist das Misstrauen so groß, dass in den Impfzentren regelmäßig Menschen ihren Termin platzen lassen.

Viele Corona-Impftermine in hessischen Impfzentren werden nach wie vor nicht wahrgenommen – und dann auch nicht abgesagt. Wie die Stadt Wiesbaden am Montag auf Anfrage mitteilte, wird jeder vierte Impftermin nicht wahrgenommen und von diesen fast alle (95 Prozent) nicht vorher abgesagt. Wenn eine Stornierung erfolgt, dann werde als Grund meistens genannt, dass der Impfstoff der Firma Astrazeneca gespritzt werden sollte.

Damit kein Impfstoff ungenutzt bleibe, gebe es eine Notfallliste, erläuterte die Stadtverwaltung Wiesbaden. Außerdem werde die Terminplanung täglich nachgesteuert.

„Auch am Wochenende wurden leider Termine nicht wahrgenommen“, teilte der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit. Die Kommune hatte vergangene Woche berichtet, dass rund 40 bis 50 Prozent der Impftermine mit dem Impfstoff von AstraZeneca nicht wahrgenommen werden. Oft werde nicht abgesagt. Diese offenen Impftermine/-stoffe würden wieder in die Terminvergabe des Landes eingegeben, teilte eine Sprecherin mit.

Weil immer wieder „aus verschiedenen Gründen“ Impftermine nicht wahrgenommen werden, hat der Kreis Gießen ein eigenes Online-Buchungsportal namens „Impfbrücke“ freigeschaltet. So sollen nach Angaben der Kreisverwaltung abgesagte Termine schnell und unkompliziert neu vergeben und ein unnötiges Lagern – oder Vernichten – von Impfstoff verhindert werden. Für Impfberechtigte bedeute das die Chance, einen abgesagten Termin zu übernehmen und ihre Impfung früher zu erhalten.

Das Angebot gilt für Personen, die zur ersten oder zweiten Priorisierungsgruppe gehören und sich bereits beim Terminvergabeportal des Landes Hessen registriert haben. Seit Sonntag ist eine Anmeldung möglich – und die Resonanz sei „ausgesprochen gut“, berichtete ein Kreissprecher. Innerhalb weniger Minuten nach dem Start seien 480 Termine vergeben worden. Verabreicht wird derzeit ausschließlich der Stoff von AstraZeneca.

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