AstraZeneca/Biontech: Apotheken müssen Aufträge aufteilen

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Berlin -

In dieser Woche bestellen die Apotheken zum dritten Mal Impfstoffe für die Arztpraxen beim Großhandel. Nach den ersten Durchläufen kommt in dieser Woche eine neue Herausforderung dazu – neben Comirnaty kann und soll jetzt auch Vaxzevria geordert werden. Die Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca müssen zu gleichen Teilen bestellt werden – bezogen auf die Vial-Anzahl, nicht auf die Anzahl der Impfdosen.

Apotheken sollen in der dritten Woche der dezentralen Impfung Comirnaty und Vaxzevria zu gleichen Teilen bestellen. Hierbei gilt, dass die Anzahl der Vials gleich verteilt sein muss, nicht die Anzahl der Impfdosen. Beim zweiten Bestelldurchlauf werden weiterhin nur Erstdosen bestellt und geliefert. Die Aufteilung zwischen Erst- und Zweitimpfungen wird erst in den kommenden Wochen erfolgen. Somit muss die Apotheke heute nach dem Motto „aa ad“ bestellen. Laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) entfallen von den rund eine Million verfügbaren Impfdosen in der kommenden Woche 45 Prozent auf Biontech und 55 Prozent auf AstraZeneca.

Bestellt ein Arzt beispielsweise 20 Impfdosen, so darf die Apotheke nicht drei Vials Comirnaty mit insgesamt 18 Impfdosen bestellen. Es muss zu gleichen Teilen bestellt werden: Ein Vial Comirnaty mit sechs Impfdosen und ein Vial Vaxzevria mit zehn Dosen. Somit erhält der Arzt insgesamt 16 anstatt 18 theoretisch möglichen Dosen. Ein Aufstocken ist nicht möglich. Zwei Vials Comirnaty mit zwölf Impfdosen plus ein Vial Vaxzevria mit zehn Impfdosen wären zwei Dosen über der bestellten Menge des Arztes.

Bei kleineren Bestellmengen entscheidet schließlich die Apotheke über die Kombination der Durchstechflaschen. So heißt es im Leitfaden er Abda: „Verschreibt der Arzt weniger als 16 Dosen, muss die Apotheke entscheiden, welche Kombination an Vials der beiden Impfstoffe dieser Menge am besten entspricht. Es darf jedoch keinesfalls über die Bestellung des Arztes hinaus aufgestockt werden.“

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