Comirnaty: Wer druckt die Etiketten?

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Berlin - Das Grundgerüst für die dezentrale Impfung steht. Schaut man näher hin, so fehlen noch einige Details. Die Ärzte forderten, schnellstmöglich bei den Impfungen unterstützen zu dürfen – jedoch bei gleichzeitig geringem Dokumentationsaufwand. Zu Beginn der Impfungen nach Ostern soll daher eine tägliche Schnell-Doku ausreichen. Ein weiteres Problem könnte die Dokumentation im Impfpass sein.

Die Arztpraxen werden bei der dezentralen Impfung aufgefordert, eine tägliche Schnell-Doku vorzunehmen. Die geforderten Daten werden in einem speziellen Impf-Dokuportal eingegeben. Einmal täglich erfolgt die Übermittlung an das Robert-Koch-Institut (RKI), um das Impfgeschehen in Deutschland zu beobachten. Die tägliche Meldung erfolgt pro Praxis, nicht pro Arzt. In Gemeinschaftspraxen muss also nicht arztindividuell dokumentiert werden. Die Daten müssen jeweils am gleichen Tag bis 23:59 abgeschickt werden.

Folgende Angaben sind von den Ärzten täglich zu erfassen und an das RKI zu melden:

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Die Charge des Impfstoffes ist ebenfalls zu dokumentieren, denn die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) müssen die Impfstoffcharge mit der Abrechnung zusätzlich erfassen. Die Verknüpfung von Abrechnung und Doku ist dabei nicht neu für die Praxen, auch bei anderen Impfstoffen werden Daten an das RKI übermittelt.

Auch im Impfpass muss die Dokumentation inklusive Chargenbezeichnung erfolgen. Eigentlich liegen Impfstoffen immer Sticker in Mehrfachausführung bei, sodass der Arzt ausreichend Klebezettel für die eigene und die Patientendokumentation zu Verfügung hat. Apotheker:innen aus Impfzentren berichten aber, dass den Durchstechflaschen von Biontech bis heute keine fertigen Chargen-Kleber beiliegen. Seit dem Start müssten eigene Sticker ausgedruckt werden; hierfür stünden in den Impfzentren spezielle Etikettendrucker bereit. Laut Aussage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) liegt die Bereitstellung dieses Dokumentationszubehörs auf pharmazeutischer Seite. Hierbei ist nicht klar, ob der Großhandel oder die ausliefernde Apotheke in die Pflicht genommen wird.

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