Impfstoffe für Arztpraxen: Anleitung für Apotheken

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Berlin - Montag ist künftig Impfstoff-Tag in den Apotheken. Die Abda hat gemeinsam mit dem Großhandelsverband Phagro und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Konzept entwickelt, wie die Belieferung der Praxen ablaufen soll. Die Ärzte sollen demnach stets bei derselben Apotheke bestellen und die wiederum immer beim selben Großhändler.

Am Dienstag vor Ostern geht es los: Die Ärzte – und zwar zunächst nur die Hausärzte – sollen bis 12 Uhr ihre Bestellung abgeben und die Apotheke diese wiederum bis 15 Uhr an den Großhandel weitergeben. Am Dienstag nach Ostern, spätestens am Mittwochmorgen, soll die Lieferung ankommen und zusammen mit dem Zubehör direkt in die Praxis gebracht werden. Impfsprechstunden wird es in der Auftaktwoche also zunächst nur an drei Tagen geben.

Danach wird das Prozedere umgestellt: Der Arzt bestellt wie gehabt bis Dienstag 12 Uhr in der Vorwoche. Drei Stunden später muss die Apotheke entsprechend beim Großhandel bestellen. Dann wird aber jeweils am folgenden Montag an die Apotheken ausgeliefert, sodass „direkt anschließend die Arztpraxen im Laufe des Nachmittags mit den Impfstoffen durch die Apotheken beliefert werden können“.

Bestellungen

Die Ärzte sollen nur bei „ihrer“ Apotheke bestellen, die auch sonst für die Impfstoffbeschaffung zuständig ist. Nur so könne gewährleistet werden, dass der Impfstoff fair verteilt werde, heißt es. Für die Erstimpfung sollen die Ärzte generisch und dosisbezogen bestellen, das heißt ohne Angabe des konkreten Impfstoffs oder Herstellers. Bei Verfügbarkeit größerer Mengen Impfstoffe soll perspektivisch auch eine impfstoffbezogene Bestellung möglich sein.

Für die Bestellung bei der Apotheke verwendet der Arzt – analog dem Sprechstundenbedarf – das Formular Muster 16. Die Bestellung ist laut Abda an den Arzt gebunden, da er auf dem Rezept die Lebenslange Arztnummer (LANR) vermerken muss. Zunächst sind für jeden Hausarzt rechnerisch etwa 20 Dosen verfügbar, ab dem 5. April dürften 18 bis 50 Dosen je Arzt ausgefüllt werden. Übersteigt die insgesamt von den Ärzten bestellte Mengen die verfügbare Menge, müsse durch den Großhandel gekürzt werden.

Anders bei der Zweitimpfung: Hier müssen die Ärzte entsprechend planen und die konkret benötigten Dosen in der entsprechenden Woche vorher bestellen.

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