Masken-Preis von 2hm berechnet

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Berlin - Jens Spahn und die Maske – das ist keine besonders glückliche Beziehung. Zu Beginn der Pandemie hat er erst gar keine Schutzausrüstung bestellt, dann sehr teuer bei Leuten eingekauft, die er kannte. Und seit Dezember lässt der Minister FFP2-Masken recht freihändig unters Volk bringen. Jetzt will er an der Preisschraube drehen und wir haben eine ganz düstere Vorahnung.

Als Spahn Ende vergangenen Jahres entscheiden musste, was die Apotheken für die Verteilung der Masken erstattet bekommen, wurde im Bundesgesundheitsministerium gegoogelt. Ergebnis der Online-Recherche: Der durchschnittliche Onlinepreis lag bei 4,29 Euro. Eine sehr gehässige und durch nichts belegte Idee: Vielleicht wollte man auch nur die eigene Einkaufstour in der Schweiz (bei Pfennigfuchsern und Schnäppchenjägern seit jeher als Geheimtipp bekannt) in etwas milderem Licht erscheinen lassen.

Aber es spricht doch mehr dafür, dass die Ministerialbeamten das für den üblichen Marktpreis hielten – und den Aufschlag der Apotheken auf dieser Grundlage kalkuliert haben. Doch mittlerweile hat sich bis ins BMG herumgesprochen, dass Masken im Einkauf günstiger zu haben sind und Spahn schert sich nicht mehr um sein Geschwätz von gestern. Deswegen heißt es „Ver-Ordnung“. Eine Sache verändert sich zu etwas hin. In Verben hat das Präfix laut Duden auch die Bedeutung, „dass eine Person etwas falsch, verkehrt macht“, sich zum Beispiel verbremst. Oder eben verordnet.

Es steht zu befürchten, dass sich Spahn externen Rat einholt, in der Maskensache werden ja ohnehin schon Heerscharen von Anwälten beschäftigt. Vielleicht wird 2hm beauftragt, den einzig wahren Abrechnungspreis für FFP2-Masken zu berechnen. Dann fließen Faktoren wie die durchschnittliche Fußmattenabnutzung der Berechtigungsscheininhaber:innen, die ohne weiteren Anlass die Apotheke betreten, mit ein. Und da die Masken auf dem chinesischen Markt viel günstiger zu haben sind, ist auch die genauer Entfernung der Apotheke zum Reich der Mitte zu berücksichtigen. Überhaupt die Lage: Je nach Apothekendichte und gemitteltem Bildungsstand lässt sich der Quotient an Menschen ermitteln, die die Dezember-Verteilaktion nicht mitbekommen haben und deswegen im März noch mehr Beratungszeit bei der Abgabe binden.

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