Coronatests: Die Verfahren im Überblick

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Berlin - Ein Jahr nach Beginn der Pandemie verfügt die Medizin über verschiedene Möglichkeiten zur Detektion einer Sars-CoV-2-Infektion. Neben dem Goldstandard der PCR-Methode kann mittlerweile auf relativ sichere Antigen-Schnelltests zurückgegriffen werden. Auch Antikörper können mittels Schnelltest bestimmt werden. Die Zuverlässigkeit dieser Tests bleibt weiterhin schwankend. Darüber hinaus treffen sie keine quantitative Aussage. Hier ein Überblick über die verschiedenen Verfahren.

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Mit dem PCR-Test fing vor gut einem Jahr alles an. Das bekannte Verfahren der Polymerasenkettenreaktion konnte schnell auch für den Erreger von Covid-19 genutzt werden. Mit der Zeit entwickelten die Hersteller mobile Lösungen als Point-of-Care Diagnostik. PCR-Schnelltests können mit Hilfe mobiler Geräte vor Ort ausgewertet werden. Die Zeit bis zum Ergebnis ist geringer als bei der normalen PCR. So liegen die Ergebnisse binnen weniger Stunden vor. Die neuesten Geräte schaffen eine Analyse innerhalb von unter zwei Stunden.

Mittlerweile sind zahlreiche Antigen-Schnelltest verfügbar. Die Sensitivitäts- und Spezifitätswerte sind mittlerweile bei vielen Produkten sehr gut und liegen nur knapp unter der 100 Prozent-Marke. Für den klassischen Antigen-Schnelltest wird eine Probe aus dem Nasen-Rachen-Bereich benötigt. Dieser Abstrich durfte lange nur von Medizinern durchgeführt werden. Seit kurzer Zeit dürfen auch Apotheker und PTA in der Offizin testen. Nun soll es zum nächsten Schritt kommen: Die Freigabe für den Laien. Viele Hersteller setzen hierbei auf sogenannte Sputum-Tests. Hierfür reicht eine Speichelprobe aus. Der unangenehme Abstrich kann entfallen.

Einige Exoten, wie der Corona-Riechtest, können nur bedingt zur Testung empfohlen werden. Der Riechtest detektiert lediglich ein verschlechtertes Riechvermögen. Viele Covid-Patienten berichten über einen temporären Verlust des Riech- und Geschmacksinns. Andere Tests, wie der Urintest, dienen nur der Verlaufsprognose. Sie werden nur bei bereits positiv getesteten Personen in Praxen und Kliniken eingesetzt.

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