Coronatest: Schreien statt Abstrich

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Berlin - Ein nasaler Coronatest ist nicht gerade angenehm. Die tiefen naso-pharyngealen Abstriche sind vor allem bei Kindern nicht beliebt. Abhilfe soll nun eine innovative Testkabine aus den Niederlanden schaffen. Wer da drin laut schreit, weiß innerhalb von vier Minuten, ob er Corona hat oder nicht. Dabei sollen Sensitivität und Spezifität in der Liga der PCR-Tests spielen.

Aktuell gibt es kaum wirkliche Alternativen zum tiefen Nasen-Rachen-Abstrich, wenn es um genaue Ergebnisse geht. Für einen PCR-Test auf Sars-CoV-2 wird weiterhin der naso-pharyngeale Abstrich durchgeführt. Zwar liefern die mittlerweile verfügbaren Laientests auch mittels nasalen Abstrichs oder Speicheltests relativ gute Ergebnisse – der Goldstandard bleibt aber weiterhin der PCR-Test. Ein Niederländer will das nun ändern.

Peter van Wees entwickelt eigentlich Filtersysteme. Die Filtertechnologie nutzt er nun auch bei seinem innovativen Corona-Testverfahren. Hierbei ist kein Abstrich mehr nötig. Die zu testende Person steht in einer kleinen Kammer und schreit für acht Sekunden – das ist alles. Nach etwas mehr als drei Minuten liegt dann das Ergebnis vor. Die Kammer hat er Quba getauft, das steht für Quick Breath Analyzer.

Bevor mögliche Corona-Partikel in der Luft gemessen werden können, muss die Kabine partikelfrei werden. Hierfür nutzt Wees die ihm bekannten Filtertechniken. Durch eine schnelle starke Luftumwälzung wird die Luft von jeglichen Partikeln befreit. Diese Art der Filterung nutzen auch Reinräume: Je nach Reinraumklasse wird die Luft unterschiedlich oft pro Stunde umgewälzt und dadurch gereinigt. Unter einer Werkbank beispielsweise herrscht Reinraumklasse A – innerhalb dieser Bedingungen können Infusionsbeutel und andere Parenteralia steril hergestellt werden. Keime wie das Virus Sars-CoV-2 haften an Partikel. Durch die vorherige Dekontamination der Kabine werden also alle möglicherweise eingeschleusten Sars-Cov-2-Partikel abgesaugt.

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