Medsan:„PCR-Tests geben auch Auskunft über das Anteckungsrisiko“

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Berlin - PCR-Tests bleiben weiterhin der Goldstandard bei der Detektion von Sars-CoV-2. Medsan hat eine mobile Point-of-Care Lösung zur gleichzeitigen Bestimmung zahlreicher Abstrich-Proben auf den Markt gebracht. Mit dem Ultra-RT-PCR Gerät BioeXsen können binnen 30 Minuten bis zu 180 Proben untersucht werden. Dr. Thomas Wüstefeld, Geschäftsführer von Medsan weiß um die Vorteile der PCR. Im Gegensatz zum Antigenschnelltest wird hier der sogenannte Ct-Wert ermittelt, mithilfe dieses Wertes können Aussagen darüber getätigt werden, wie ansteckend eine Person ist.

Die Durchführung eines PCR-Tests ähnelt im ersten Schritt der eines Antigen-Schnelltests. „Zunächst wird ein Abstrich vorgenommen. Der Tupfer wird dann – analog zum Antigenschnelltest – in eine Lösung getaucht. Nun wird zur Probennahme für einen PCR-Test in einen speziell zum BioXsen-Gerät passenden Tube pipettiert und die Probe in das Gerät gegeben“, erklärt Dr. Thomas Wüstefeld, Geschäftsführer von Medsan. Das Gerät ähnelt vom Aufbau her einer Box. „Diese ist ungefähr so groß wie ein Drucker. Hier haben bis zu 180 Proben Platz.“

Der primäre Unterschied zu herkömmlichen Vorgehensweisen im Labor bei der Durchführung eines PCR-Tests sei, dass mit dem speziellen Verfahren sieben bis elf Laborarbeitsschritte bei der Ultra RT-PCR eingespart werden können. Die gute Labor-Praxis (GLP) wird bei gleichbleibender Qualität eingehalten. „Somit reduzieren wir mögliche Fehlerquellen und generieren eine entsprechende Zeiteinsparung.“ Bei der Durchführung wird das Sars-CoV-2 spezifische virale ORF1ab- Gen plus eine interne Kontrolle verwendet. Dies entspricht den WHO-Empfehlungen. „Das Gerät ist seit Längerem am Markt und wird vor allem in Kliniken eingesetzt. In letzter Zeit bemerken wir aber auch eine erhöhte Nachfrage seitens der Flughäfen. Viele Länder akzeptieren den Antigen-Schnelltest nicht mehr für eine Einreise.“

Das Gerät wird an einen Laptop angeschlossen und übermittelt binnen einer halben Stunde zuverlässig die Ergebnisse. „Neben der Aussage, ob eine Probe positiv oder negativ auf Sars-CoV-2 getestet wurde ist es mit der PCR-Methode auch möglich Aussagen über den Ct-Wert zu tätigen“, erklärt Wüstefeld. Deshalb sei die Methode immer noch der Goldstandard. CT steht für „cycle threshold“ und bedeutet soviel wie Zyklusschwellenwert. Einfach ausgedrückt kennzeichnet der Wert den Messzyklus in der Echtzeit-PCR, in dem zuerst ein exponentieller Anstieg des Messsignals über den Hintergrundwert der PCR auftritt. Innerhalb der Probe werden mittels PCR bestimmte Abschnitte der RNA nachgewiesen. Ein Nachweis dieser RNA weist auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 hin.

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