Wie zuverlässig ist ein PCR-Test bei Mutationen?

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Berlin - Dass sich Viren im Laufe der Zeit verändern, ist normal. Art und Lokalisierung der Mutationen bestimmen die Auswirkungen und deren Ausmaß. Gerade bei Coronaviren sind Mutationen absolut nicht ungewöhnlich. Die bisherigen Varianten scheinen auf die meisten PCR-Analysen keine Auswirkungen zu haben. So liefert die Ultra-PCR von Medsan beispielsweise weiterhin korrekte Ergebnisse – unabhängig davon, mit welcher Virus-Variante eine Person infiziert ist. Auch die Corona-Impfung an sich beeinflusst das Testergebnis nicht.

Aktuell häufen sich Anfragen zur Verlässlichkeit der einzelnen Testverfahren in Bezug auf Mutationen, erzählt Dr. Thomas Wüstefeld, Geschäftsführer von Medsan. Nicht immer sei den Anwendern klar, ob das Ergebnis bei vorliegender Infektion mit einer der aktuell grassierenden Mutationen negativ ausfallen könnte. Doch laut Wüstefeld sind falsch-negative Ergebnisse bei den aktuellen Mutationen für die die Medsan-Produkte ausgeschlossen. „Wir haben die Thematik bezüglich unserer Schnell-Tests (Antigen/Antikörper) im Labor und mittlerweile auch im Feldtest geprüft“, so Wüstefeld. „Der Feldtest wurde bei Personen durchgeführt, die eine Impfung erhalten haben.“

Der Grund hierfür sei, dass die Mutationen nur Orte des Virus betreffen, die im Rahmen der Analyse nicht untersucht werden und somit nicht von Bedeutung sind. Die neuesten Mutationen – VOC-202012 01 und 501.V2 – haben nach aktuellem Kenntnisstand des Unternehmens keine Auswirkungen auf die Resultate der In-vitro-Diagnostika. Die aktuell auftretenden Mutationen aus Großbritannien, Südafrika und Nigeria sind am Spike-Protein mutiert. Das für die Analyse wichtige Nucleocapsid Protein (N-Protein) bleibt unberührt von der Mutation.

PCR-Tests bleiben weiterhin der Goldstandard bei der Detektion von Sars-CoV-2 – das gilt auch für den nachweis von mutierten Coronaviren. Bei der mobilen Point-of-Care-Lösung von Medsan können auch Infektionen mit Mutationen weiterhin zuverlässig detektiert werden. Mit dem Ultra-RT-PCR Gerät BioeXsen wird das RdRp-Gen (ORF1ab-Region) detektiert. In dieser Zielregion wurde bislang keine Mutation gefunden. Demnach haben die Mutationen VOC-202012/01 und 501.V2 nach jetzigem Kenntnisstand keinen Einfluss auf das Testergebnis.

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