Apothekerin durchbricht Infektionskette

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Berlin - Michaela Spöttl staunte nicht schlecht, als sie in ihrer Sonnen-Apotheke in Kressbronn einen positiven Antigen-Schnelltest in den Händen hielt. Der Test gehörte zu einer Dame, die gerade aus der angeordneten häuslichen Quarantäne kam. Das Gesundheitsamt hatte zuvor die Quarantäne für beendet erklärt.

In der Sonnen-Apotheke im baden-württembergischen Kressbronn bietet Inhaberin Michaela Spöttl seit kurzem Antigen-Schnelltests an. Das Angebot wird von den Kunden gut angenommen. Gerade jetzt über die Feiertage wollten viele Kunden sichergehen, ob sie Covid-19 haben oder nicht. So auch ein Ehepaar, was zur Durchführung des Tests die Apotheke aufsuchte.

Das Ergebnis: Der Mann war negativ, die Frau positiv. Spöttl musste beide in die häusliche Quarantäne schicken. Doch da kam das Ehepaar gerade her. „Beide waren aufgrund einer bestätigten Corona-Infektion in Quarantäne. Diese galt durch das Gesundheitsamt als beendet.“ Das Ehepaar erzählte der Apothekerin von einem Telefonat mit dem Gesundheitsamt. Hier wurde die zweitägige Symptomfreiheit abgeklärt. Danach bekamen beide die Erlaubnis, die häusliche Quarantäne zu beenden.

Beide litten während der Infektion unter leichten Symptomen. „Die Frau traf es ein wenig schwerer als den Mann. Sie litt für zwei bis drei Tage unter höherem Fieber“, erzählt Spöttl. „Beide wollten auf Nummer sicher gehen und kamen zu uns in die Apotheke. Sie hatten einen Besuch im Heim geplant und wollten Gewissheit.“ Das Ehepaar sei ursprünglich davon ausgegangen, dass es nach der Quarantänezeit einen routinemäßigen Test geben wird. Da dies nicht der Fall war, entschieden sich die Eheleute für eine eigenständige Nachtestung. „Gut, dass die beiden zu mir in die Apotheke kamen, so konnte eine mögliche Infektionskette durchbrochen werden. Ich kann natürlich nicht sagen, wie infektiös die Dame nach all den Tagen tatsächlich noch ist, aber mit einem positivem Testergebnis sollte man kein Heim besuchen.“

 

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