„Wir bleiben für Sie geöffnet“

Corona-Test in der Apotheke: Hier testet der Chef selbst

, Uhr
Berlin -

Die Niederbronner Apotheke in Nürnberg bietet seit dieser Woche Antigen-Schnelltests an. Das gesamte Team hat sich sehr gefreut, als die Nachricht kam, dass Apotheken endlich testen dürfen. Kurzerhand wurde ein nicht benötigter Büroraum zur Teststation umgebaut. Die Tests werden vom Inhaber Dr. Christian Führling durchgeführt. Neben Pharmazie hat der Apotheker auch Medizin studiert.

Die Niederbronner Apotheke ist die Hauptapotheke von insgesamt vier Standorten in Nürnberg. Führling, der Inhaber der vier Apotheken, war von Anfang an überzeugt von der Idee, Antigen-Schnelltests in der Apotheke anzubieten. Gemeinsam mit seiner Approbierten Ricarda Behrenhoff baute er einen aktuell nicht benötigten Büroraum prompt in ein Testzimmer um. „Herr Dr. Führling ist Apotheker und Mediziner, hier wird quasi mit doppelter Qualität getestet. Sollte er mal ausfallen, dann kann ich für ihn einspringen. Auch ich wurde geschult“, erzählt Behrenhoff. Die Apothekerin sieht die Durchführung als gute Chance für die Apotheken: So könne man zeigen, dass man ein wichtiger Teil des Gesundheitssystems sei und eine gute Schnittstelle darstelle.

„Wir haben das Glück, dass unsere Apotheke über mehrere Eingänge verfügt. So können die Personen, die die Apotheke für den Schnelltest aufsuchen, durch den gesonderten Eingang eintreten. Getestet wird in einem umfunktionierten Büroraum. Dieser verfügt über eine ausreichende Größe mit großer Fensterfront.“ Dort können die Kunden dann einzeln eintreten und sich nach einem kurzen Beratungsgespräch testen lassen. „Wir können dauerhaft im Raum lüften. Herr Dr. Führling ist während den Testungen mit Maske, Brille, Haube, Kittel und Handschuhen ausgestattet. Was die persönliche Schutzausrüstung angeht, ist für alles gesorgt,“ berichtet die Apothekerin.

„Das Angebot wurde im Team abgestimmt und alle waren begeistert. Wir haben das Glück, ausreichend personelle Ressourcen zu haben, sodass wir die Tests jeden Tag anbieten können.“ Ihnen sei bewusst, dass die Schnelltests nichts für jede Apotheke seien. Das sei auch völlig okay. Wer keine Räumlichkeiten oder kein Personal hat, der kann es eben nicht anbieten. Es dürften schließlich weder die Qualität der Tests, noch das Tagesgeschäft unter dem zusätzlichen Angebot leiden.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Beschlüsse des Ärztetages
Praxen befürchten Ruhestandswelle»
„Es ist keine evidenzbasierte Medizin“
Ärztetag streicht Homöopathie-Weiterbildung»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»