Urteil: Impfung schützt vor Quarantäne nicht

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Berlin - Wer mit einem Corona-Infizierten einen direkten Kontakt hatte, muss für 14 Tage in Quarantäne. Daran ändert laut einem Urteil auch die bereits verabreichte Impfung vorerst nichts.

Ein Ehepaar aus der Vorderpfalz war bereits im Januar und Februar mit dem Impfstoff Cormirnaty von Biontech/Pfizer geimpft worden. Beide sind Ärzte und betreiben eine allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxis; daher gehörten sie zur priorisierten Gruppe. Anfang März wurde ihre Tochter positiv auf Sars-CoV-2 getestet – unmittelbar nach dem Ergebnis des PCR-Tests isolierte sie sich. Sie lebt seither alleine in der oberen Etage des elterlichen Hauses, das über ein eigenes Badezimmer verfügt.

Der Rhein-Pfalz-Kreis schickte auch die Eltern als Kontaktpersonen für den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum in Quarantäne. Diese wehren sich gegen die Anordnung: Nicht nur seien sie bereits gegen das Virus geimpft; vielmehr seien sowohl ein PCR-Test als auch zwei Schnelltests negativ ausgefallen. Sie könnten daher nicht als Ansteckungsverdächtigte im Sinne von § 2 Nr. 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) angesehen werden.

Als geimpfte Personen könnten sie Krankheitserreger nicht mehr aufnehmen und insbesondere nicht mehr übertragen. Insofern sei Bezug zu nehmen auf eine Studie vom Institute of Technology in Haifa, mit der festgestellt worden sei, dass eine Coronaimpfung nicht nur vor der Krankheit Covid-19 schütze, sondern Geimpfte im Falle einer Infektion auch nicht ansteckend seien.

Das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße lehnte den Eilantrag trotzdem ab. So sei nicht ausreichend glaubhaft gemacht worden, dass ein Anspruch auf Verkürzung der Absonderungszeit bestehe. Als Personen aus demselben Haushalt zählten sie zu den Kontaktpersonen der Kategorie 1; für solche gehe das Robert-Koch-Institut (RKI) von einem höheren Infektionsrisiko aus.

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