Generell 14 Tage Quarantäne bei Infektion mit Mutation

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Berlin - Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt eine schärfere Empfehlung für Ärzte bei einer vorliegenden Infektion mit einer der aktuell grassierenden Mutationen. Die Isolation solle vorsorglich auf 14 Tage ausgedehnt werden.

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten – unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt – vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

Bislang galt für alle Patienten mit leichtem oder mildem Krankheitsverlauf, unabhängig davon, ob es sich um eine Infektion mit dem Wildtyp oder einer Mutation handelt, die gleiche Empfehlung: Eine Entisolierung kann nach zehn Tagen seit Auftreten der ersten Symptome erfolgen. Es muss eine ärztliche Beurteilung der Symptomfreiheit für die letzten 48 Stunden vorliegen.

Eine Entisolierung mittels PCR-Untersuchung wird bisher nur bei schweren Covid-Verläufen seitens des RKI empfohlen. Bei leichten Verläufen reicht die ärztlich bestätigte Symptomfreiheit für zwei Tage. Bei asymptomatischen Verläufen wird eine Entisolierung zehn Tage nach Erstnachweis des Erregers empfohlen. Für immunsupprimierte können längere Quarantänezeiten gelten. Dies müsse im Einzelfall mit dem Arzt abgestimmt werden. „Es wird empfohlen, bei anhaltender hoher Viruslast in Sekreten des Respirationstraktes über 21 Tage hinaus eine Sequenzierung der Sars-CoV-2 positiven Probe anzustreben“, informiert das RKI.

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